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B ü d i n g e r.
hierauf zieht Krösus mit den anderen Bundesgenossen ab; 1 aber
auf dem Heimwege erleidet seine Reiterei noch eine Schlappe ; 2
in einer zweiten Schlacht bei Thymbrara — die sich mit der
herodoteischen vor Sardes (I, 80) decken mag — werden Krösus
und seine kleinasiatischen, cyprischen, egyptischen und selbst
babylonischen Verbündeten 3 geschlagen; Krösus’ Heer zerstreut
sich, die Hauptstadt und er selbst fallen in Cyrus’ Hand. 4
Nach demselben Xenophon hat sich aber Cyrus hierauf
unmittelbar gegen Babylonien gewendet, wie ja auch eine von
Herodot’s Relationen (I, 153, s. oben S. 207) die Babylonier
als die ersten nennt, gegen welche Cyrus nach Besiegung der
Lyder zu ziehen hatte. Nach Xenophon (VI, 4, 16) nahm er
den Weg durch Grossphrygien, Kappadokien und das Land
der Araber, d. h. durch das östliche Syrien (VII, 4, 16); auf
dem Wege verstärkte er seine Reiterei um 40.000 Mann. 5
Darin stimmen Beide überein, dass der entscheidende
lydische Krieg von kurzer Dauer war: nach Herodot (I, 77)
war er bei beginnendem Winter beendet. Ueber die Dauer
des babylonischen Krieges hat Herodot die doppelte Angabe,
dass die Ableitung des Gyndes einen ganzen Sommer in Anspruch
genommen habe (I, 189), der Angriff auf Babylon
selbst aber in einem zweiten Frühjahre erfolgt sei (x'o oeuxspov
’iao üxsAapire, I, 190). Beide stimmen dann wieder in der
Meldung überein, dass Cyrus die wohlverwahrte und mit Lebensmitteln
nach Herodot auf sehr viele (‘/.äpxa r.oWSn), nach
Xenophon auf mehr als zwanzig (jxXeov •)) d'y.oat) Jahre versehene
Stadt eingeschlossen habe. Wie lange diese vergebliche Einschliessung
dauerte, sagen Beide nicht; doch bemerkt Herodot,
dass viele Zeit damit vergangen sei (/povou sY-pyvop.EVou cuy_voü).
Ueber die Zeit der Abgrabung des Euphrat bemerkt Xenophon,
1 ITI, 3, 68; IV, 1, 8: o te KpoTco; y.x\ ol aWoi cuij.ij.ay_o'. — IxAewiouci t'o
a-paxo'raoov; der gefallene König der Babylonier wird gerühmt: IV, 6, 2.
2 IV, 2, 29 ff.
3 VI, 2, 9 —12; VII, 1. cuv xe) Baßultüvhov apyov-t Tou; ’Acauptou; VI, 2,
10. Die Egypter werden von den indischen Gesandten auf zwölf Myriaden
geschätzt mit einer Bewaffnung oicbiEp z«i wv c/ojcl VI, 2, 10.
4 VII, 2, 1 und 5.
5 Schon II, 1, ö besitzen diese Araber 10.000 Reiter. Ueber ihre Wohnsitze:
Butters, Land und Leute in der Kyropädie (Zweibrückener Programm
1861) S. 6.