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Büdinger.
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Heeren 1 ,um 540‘ oder 538, Bosanquet 2 534 vor Christo. Nur
Maspero, Curtius, Lenormant und Heeren geben keine Gründe
für ihre Ansätze. Die Uebrigen stützen die ihrigen mit mehr
oder minder ausführlichen Beweisen. Die Wichtigkeit des
Ereignisses für die Universalhistorie wird eine zusammenhängende
Prüfung dieser Beweise gerechtfertigt erscheinen
lassen. Vielleicht wird eine solche Prüfung auch zu einem
positiven Ergebnisse führen.
Eine Hauptstütze der bisherigen Argumentationen bilden
Angaben Herodot’s. Unter denselben sind zunächst die scheinbaren
Gleichzeitigkeiten zu betrachten.
Den nächsten Anhaltspunkt gewährt hier der mit Krösus
verbundene Beherrscher von Babylon ,Labynetos‘: ewpavvsus 8s
tüW Baßuhwviwv t'ov /povov toütov Aaß6v7jios (I, 77). Diesen mit
Nabunahid oder Nabunit, dem Naßovaotcx;, den der astronomische
Kanon als letzten einheimischen König von Babylon fixirt, 3
dem NaßivvnjSos oder Naßovvtooq des Berossos, 4 für identisch zu
halten, scheint G. Rawlinson 5 und Geizer 3 selbstverständlich.
Den Namen Labynetos führen aber bei Herodot zwei oder
vielleicht drei Beherrscher von Babylon. Der eine vermittelt
(I, 74) mit dem Syennesis von Kilikien nach einer Sonnenflnsterniss
einen Frieden zwischen Alyattes und Kyaxares. Die
Sonnenfinsterniss kann freilich nur die vom 28. Mai 585 sein, 7
während deren Astyages in Medien und unzweifelhaft Nebu-1
Handbuch (Göttingen 1799) 100: ,Sieg über Crösus c. 540‘; 33: ,Crösus
bis 538‘.
- G. Smith, Assurbanipal: clironological remarks 362.
3 Halma, Table cbronologique des regnes (Chronologie de Ptolemee, Paris
1819) t. I, fase. 2, p. 3. Dazu Schräder, die assyrisch-babylonischen Keilinschriften,
Zeitschrift der deutsch-morgenländ. Gesellschaft XXVI, 165
und KAT. (= die Keilinschriften und das alte Testament), Giessen 1872,
332 (vgl. unten S. 202 Anm. 1). Derselbe, Keilinschriften und Geschichtsforschung
(Giessen 1878) 534 gibt in der Uebersetzung eines babylonischen
Textes die Form Nabunit.
4 In Josephus’ Abschrift: Müller, Fragmenta historicorum Graecorum II,
508, Naßdvvioo; nach Eusebios’ Abschrift in Schoene’s Ausgabe der Chronik
I, 50, 52, wo der armenische Text durch Nabonedus wiedergegeben wird,
p. 49, 51.
5 Five monarehies III, 372.
6 Zeitalter des Gyges 264—268, dem Diels 17 beitritt.
7 Geizer 265.