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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

186

Härtel.

sclirift  liegt  darin,  dass  auf  c  in  der  Form  sSoije  x<n  ovjp.ti)  im  Context
  des  Decretes  die  probuleumatische  Formel  folgte  Z.  25  ff.  Wem
das  Decret  galt  und  was  es  ausser  dem  Beschluss  auf  Belobung
und  Bekränzung  noch  enthielt,  ist  nicht  ersichtlich.  Es  ist  ohne
Belang,  dass  hinter  eooije  x<j>  cvjp.w  ein  Stück  der  vierten  Zeile  frei
blieb,  so  dass  f"  die  nächste  Zeile  begann.  Aber  es  ist  sicher  >
nicht  zufällig,  dass  wie  in  den  gleich  mangelhaften  Decreten  nr.  315
und  352 b ,  die  gleichfalls  nicht  auf  der  Burg  aufgestellt  waren,  im
Protokoll  g  fehlt  (vgl.  I  S.  616).
I  S.  581  letzte  Zeile.  Es  ist  15 b  statt  14 b  zu  lesen.  Obwohl
das  auf  dieser  und  den  folgenden  Seiten  über  die  Fundgruben  der
Abbreviaturen  Bemerkte  genügen  dürfte,  um  zu  beweisen,  worauf
es  mir  ankam,  durfte  ich  das  Resultat  schärfer  dahin  fassen,  dass,
von  Staatsurkunden  officieller  Aufschreibung  abgesehen,  Abbreviaturen ­
  aller  Art  gestattet  sind,  dass  jene  nur  in  den  angeschlossenen
Personenverzeichnissen  hie  und  da  Abkürzungen  am  Demotikon,
nie  aber  in  den  Präscripten,  wo  doch  so  reiche  Gelegenheit  war,
zulassen.  Zahlreiche  und  interessante  Belege  mannigfacher  Abkürzungen ­
  bieten  ausser  den  genannten  Inschriften  noch  von  jüngst
publicirten  Stücken  ’AOijvaiov  YI  388  (Mauerbauinschrift),  YII  87  *
(Yerzeichniss  der  Weihgeschenke  des  Asklepieion),  die  von  Köhler
in  den  Mittheil.  d.  d.  arch.  Inst.  III  173  ff.  behandelten  otäXai
il;eXeu0Epi)wd.  Die  Erscheinung  verdient  wohl  eine  erschöpfende
Special-Untersuchung,  zu  welcher  ich  mit  meinem  Excurs  die  Anregung ­
  gegeben  haben  möchte.
I  S.  587  ff.  Ich  bin  erst  durch  die  mir  während  der  Correctur
des  letzten  Bogens  zugekommene  Sammlung  Mdlanges  d’dpigraphie
grecque,  premier  fascicule,  par  P.  Foucart.  Paris,  1878  aufmerksam
gemacht  worden,  dass  auch  Foucart  die  wichtige  Inschrift  in  eingehender ­
  Weise  commentirt  und  sich  um  das  Verständniss  derselben
grosse  Verdienste  erworben  hat.  Was  den  fehlenden  Bestandtheil  b
betrifft,  schliesst  sich  auch  Foucart  Kumanudis’  Vermuthung  an:
dans  Vintituld,  le  nom  du  secretaire  de  la  prytanie  n’est  pas  mentionnd:
cette  omission  esl  Sans  exemple  jusqu’ici  dans  les  dderets  du  V‘  siecle;
il  est  probable  que  ce  nom  avait  die  gravd  au-dessous  du  bas-relief  (S.  6),
welche  mit  Rücksicht  auf  die  oben  I  S.  545.  550.  551  gegebene
Zusammenstellung  unhaltbar  ist.  Auch  -wenn  der  Schreiber  ausserhalb ­
  des  Protokolls  genannt  war,  durfte  er  im  Inneren  desselben
nicht  fehlen.  Diese  Erklärung  setzt  also  nur  eine  Singularität  an
die  Stelle  der  anderen.
            
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