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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

NACHTRÄGE.

I  S.  549.  In  Bezug  auf  die  Bedeutung  des  an  der  Spitze
der  Decrete  stehenden  Namens  des  Schreibers  hat  Carl  Schäfer  in
seiner  inzwischen  erschienenen  Schrift  de  scribis  senatus  populique
Atheniensium  (Greifswald  1878)  dieselbe  Ansicht  aufgestellt:  diu
multumque  consideranti  nihil  mihi  obtigit  verisimilius  quam  ut  aclditum
esse  scribam  pularem  utpote  eum  qui  decretum  lapidi  incidendum  curavisset
  fidemque  apographi  praestaret  (S.  12  ff.).  In  anderen  Punkten
habe  ich  die  verdienstliche  Schrift  noch  während  des  Druckes  der
zweiten  Abhandlung  berücksichtigen  können.  Hinsichtlich  der  Bestandtheile
  der  Protokolle  und  ihrer  Anordnung  mag  aber  Schäfer’s
Urtheil  hier  noch  eine  Stelle  finden,  weil,  wie  ich  glaube,  nichts
besser  den  gemachten  Versuch  in  das  Chaos  Ordnung  zu  bringen
rechtfertigen  dürfte;  er  sagt  S.  25  :  in  ceteris  autem  nihil  refert,  omnia
cum  puloisculo  haurire,  quoniam  unusquisque  scriba  sive  consulto  sive
ineuria  quaedam  addere,  quaedam  omittere  potuisse  existimandus  tat.  Nam
nimis  ad  liberum  arbitrium  singulorum  reiectum  fuisse  videtur,  utrum  hoc
an  illud  scribere  vellent  et  quo  quisque  erat  ingenio,  eo  ducebatur.
I  S.  561.  Professor  Kumanudis  hat  im  ’AQvjvcaov  VII  95  inzwischen ­
  eine  Inschrift  aus  dem  Archontat  des  Diotimos  Ol.  106,  3
=  354/3  v.  Chr.  mit  dem  Protokoll  a-\-  cdb"t  f  publicirt;  c  hat
die  Porrn  s'So^e  t?)  ßouXvj  xai  tw  ovjp.w.  Ausser  dem  Protokoll  ist
nur  ein  Stück  der  Motivirung  erhalten,  welche  auf  Charakter  und
Inhalt  des  Beschlusses  keinen  Schluss  gestattet.  Aus  demselben
Jahre  ist  sonst  nur  eine  Inschrift  auf  uns  gekommen,  nr.  71,
deren  erste  fünf  Zeilen  zum  Theil  erhalten  sind  und  den  Anfang
eines  Protokolles  ad'b'  (nicht  b",  wie  I  S.  566  irrig  steht)  aufweisen. ­


I  S.  563.  615.  Eine  gleichfalls  von  Kumanudis  im  ’AÖ/vaiov
VII  93  publicirte,  aus  dem  4.  Jahrhundert  stammende  und  im
Asklepieion  gefundene  Inschrift  hat  ein  Präscript  nach  dem  Eormular
ad'b"hi?z"cf.  Pür  g  und  i  scheint  kein  Platz;  auf  e",  wovon
nur  der  Namen  und  Vaternamen  ’A]py£Xoyo?  ’Apyev  erhalten  ist,
konnten  die  Wörter  y.ai  aop.-posSpoi  folgen.  Das  Interesse  der  In-*


            
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