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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

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Studien  über  attisches  Staatsreclit  und  Urkundenwesen.  III.  179
vjjjtepai,  wozu  Köhler  auf  die  früher  II  S.  186  besprochenen
Inschriften  309.  318  und  auf  331  verweist,  und  nr.  370  Z.  4
-ai  auxu  sRc]  xb  8iy.a[|cr]x[Yjpiov].  Dieselbe  tritt  uns  aber  mit  einer
gewissen  Regelmässigkeit  in  späteren  Bürgerrechtsdecreten  ent-%
  gegen,  mit  welchem  nr.  331  auch  insofern  vergleichbar  sein
dürfte,  als  es  wie  die  meisten  Bürgerdiplome  (vgl.  oben  S.  146)
auf  eine  Petition  des  Geehrten  zurückgeht.
Bei  der  Bürgerrechtsverleihung  erscheint  die  gerichtliche
Prüfung  als  eine  unumgängliche  Instanz  und  findet  regelmässig
erst  statt,  nachdem  ein  Beschluss  alle  ekklesiastischen  Stadien
durchlaufen  hat.  Den  ganzen  Hergang  entnehmen  wir  genau
aus  der  Rede  gegen  Neaera  §  90  S.  1375,  14  ff.  Zuerst  hatte
das  Volk  die  Ertheilung  zu  beschliessen;  diesen  fertigen  Beschluss
musste  die  nächste  Ekklesie,  die  als  Vollversammlung  constituirt
war,  bei  geheimer  Abstimmung  sanctioniren  (siteiSdtv  TCtaOvj  b
§r;p.o?  y.al  S2>  ty)v  äwpsav,  oüy  ia  zupt'av  yevecjOat  xyjv  Ttotvjffiv,  eav  pw)
tj%<p  ei?  v>]V  imöuaav  ey.y.AY]ctav  (map  äjaxic^tXioi  ’A6r ( vaiwv  tlYjan'auvwt
•/.pußSrjv  t];Y]cpi^o[j,£voi).  War  das  geschehen,  so  kam  hierauf  der
i  ganze  Akt  vor  das  Gericht,  welches  wie  es  scheint  vor  Allem
die  erste  gesetzliche  Voraussetzung  der  Verleihung,  p.r;  e^elvai
yoiviaaaOai  ’Aövjvatov  Sv  av  [jlyj  St’  avSpayaGt'av  st?  xov  Svjptov  xov  ’Adr r
valtov  agtov  -fl  fevsaGai  toXi'x/jv,  zu  prüfen  hatte.  Hinsichtlich  dieser
Prüfung  wird  nun  der  Ausdruck  ypottpr;  -apavbp.MV  gebraucht:
exetxa  p.sxä  xaüxa  ixapavöpiwv  ypaov) v  ixoi^GS  y.ax’  aüxoü  xtö  ßooXop,svw
’A0-i)vatti)y,  y.ai  eaxtv  eiereXGi'vxa  et?  xb  Stzacx^ptov  iBaAey^ai  «?  ouz  ai;c6;
exxt  xr ( ?  Swpea?,  aXXa  Ttapä  xouc  vop,ou?  ’AQyjvaio?  yiyovav.  y.al  ■»{Sv;  xtai
xoü  S^ptou  ocvxo?  xvjv  Soipsav,  Xofco  eljpniaxrjöevxo?  üitb  xwv  atxoüvxwv
■i:apttv6|Awv  ypatfffi  -pevopivv)?  y.ai  elaeXGcfinjs  ei?  xb  Stzatixijptov  auveßv)  xbv
etXijtpöxa  xi)V  Swpeav  p.}]  a^tov  stvat  aüxr;?,  y.ai  äepetXExo  xb  Stzaox^ptov.
Aber  zahlreiche  Inschriften  können  lehren,  dass  der  Ausdruck
hier  nicht  in  seinem  strengtechnischen  Sinn  gebraucht  ist,
indem  es  zur  Vornahme  der  gerichtlichen  Revision  nicht  der
Einbringung  der  '(paar,  itapavcp.ojv  bedurfte  (vgl.  Fränkel  Die
attischen  Geschworenengerichte  S.  36).  Erst  nach  der  günstigen
*  Erledigung  des  Processes  war  es  dem  Neubürger  gestattet,  sich
in  die  Register  einer  Phyle,  eines  Demos,  einer  Phratrie  eintragen ­
  zu  lassen.
Diese  Verhandlungen  finden  sämmtlich  in  den  Bürgerrechtsdecreten ­
  Erwähnung;  nur  nicht  alle  zugleich  in  allen.
12*
            
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