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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 92. Band, (Jahrgang 1878)

Studien  über  attisches  Staatsrecht  und  Urkundenwesen.  III.

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wie  wir  später  sehen  werden,  die  gerichtliche  Prüfung  des
Aktes,  nachdem  er  die  Ekklesie  passirt  hatte,  in  allen  Fällen
gesetzlich  angeordnet  war  und  von  einer  ypafp  xapavopuov  nur
in  weiterem  Sinne  die  Rede  sein  kann.
Aber  auch  über  die  früher  erwähnte,  gegen  Apollodors
Antrag  eingereichte  Ypa<pp  xapavcgojv  wird  so  berichtet,  dass
eine  vor  Erhebung  der  Klage  stattgefundene  Abstimmung
sich  nicht  verkennen  lässt,  RgNeaera  §  4  S.  1346,  13:  geXXovxcov
  cxpaxEuscöai  üjj.öv  xavSp|j.e ! .  de,  xs  Eüßoiav  y.at  "OXuvGov  'iypxfyz
iWjtpiap.a  ev  xp  ßouXp  ’AxoXXoBwpoi;  ßouXsüwv  y.ai  xpoßoi-Xeup.a
  ei?  x'ov  cpp.ov  Xeywv  Biayeipoxovpaat  x'ov  Bpp.cv  elxe  ooy.et
xa  xeptövxa  yppgaxa  xpe  otoi'/.pxsdic  cxpaxiwxota  eivat  e?xe  6swp'.x.a,
xeXeuövxwv  p.ev  xüv  vcp.wv,  oxav  xcXsjj.05  p,  xa  xepiovxa  yppgaxa  xp?
otoa^asuq  axpaxioniy.a  eivat,  y.üptov  Be  pyoü|jt,evo<:  Beiv  xov  Bpgov
eivat  xepi  xwv  aüxou  5  xt  av  ßouXwvxat  xpalj.at,  op.top.oy.(j);  5s
xa  ßeXxtaxa  ßouXeuaetv  xeo  optjtw  xw  ’AGpvai'wv,  m?  'jp.et?  xavxe?  ep.apxuppaaxe
  ev  e  y.  e  ivw  xü  -/.atpü'  Yevojrevp?  yäp  xp?  Btayetpoxovia?
  ouBei?  avxeyetpoxövpaev  w?  ou  Set  xcT?  yppp.aa  xoüxot?  expa-XKOxr/.o!?
  yppcöai,  dXXä  y.at  vüv  exi,  eav  xou  Xoyo?  •yevpxai,  xapa  xävxwv
op.oXoye'txat  <!)?  xd  ßeXxtaxa  elxa?  dor/.a  xd0oi.  Bei  dieser  Gelegenheit ­
  oder  unmittelbar  darauf  erhob  Stephanos  die  Anklage  der
Gesetzwidrigkeit.  Wäre  nun  die  hier  erwähnte  Abstimmung
die  definitiv  entscheidende  gewesen,  dann  bliebe  an  der  Unrichtigkeit ­
  der  von  mir  verfochtenen  Ansicht  kein  Zweifel.
Ich  habe  aber  schon  in  den  Demosthenischen  Studien  I
(Sitzungsber.  der  Akademie  LXXXVII  29  [25])  auf  die  überaus
vorsichtige  Stilisirung  der  ganzen  Stelle,  welche  den  Gang  der
Verhandlung  in  einem  für  Apollodor  möglichst  günstigen  Lichte
erscheinen  lassen  will,  hingewiesen.  Meine  dort  gegebene  Auffassung ­
  glaube  ich  bis  auf  den  letzten  Satz  über  die  Zeit
der  Einbringung  der  fpafp  aufrecht  halten  zu  können,  nur
dass  die  Ergebnisse  voraussetzungsloser  Interpretation  jetzt
erst  in  die  rechte  Beleuchtung  treten.  Der  Wortlaut  spricht
deutlich,  dass  es  sich  um  die  Einbringung  eines  probuleumatischen
  Decretes  handelt  (ei^ve-pte  xpoßoüXeuga  ei?  x'ov  opp.ov),
welches  zunächst  nur  darauf  abzielte,  wie  alle  Decrete  dieser
Art,  dass  die  Ekklesie  in  die  Verhandlung  des  Antrages  eingehe
und  eine  nächste  Versammlung  für  die  Schlussverhandlung  und
Abstimmung  festsetze.  Dazu  stimmt  auch  allein  die  Motivirung
            
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