Studien über attisches Staatsrecht und Urknndenwesen. III.
101
[wat 7cpoeSp£6ovx£i;] dq rrjv •äpüirp; d/:/.'/:/]da-20
[v /pY]|j.«xiaat icepl tbjtXoyXsous tou EuyXsouc,
[y.al sav p.ev •/p^aipto]? y.al y.oa[uoq Sonst siva-|t
otaxsp ÜTCYjpe'njx.s] zpuiävcot xoiq asi Trpux—
javefaasiv, Yvri>p.Y)V i;]up,ßdXXea0ai 1% ßouXvjs e-[tp
xov Srjp.ov, oxt Sonst] x-p ßouXrj eivat tyjywq-[punet'av
tptAoy.Asl y.aOsbxsjp xw rcaxpl auxou y.xX.
So unsicher auch der Wortlaut wegen der starken Ergänzungen,
besonders Z. 21 wegen p.sv und Z. 23 wegen des nach "/vtiVv
fehlenden os erscheinen mag, so dürfte doch feststehen, dass
auch hier die Weiterführung der Sache von dem Ausfall einer
die Einbringung begleitenden Vorverhandlung abhängig gemacht
wird, die man nicht leicht anderswo als in der Ekklesie sich
wird denken wollen.
Weit klarer tritt aber die Ingerenz des Demos bei der Einbringung
in jenen wenigen Fällen hervor, wo das Fehlen der
Worte eiiv)cpicj6ai x-p ßouXvj es ganz unzweifelhaft macht, dass ein
in seiner Gesammtheit zu ratificirender Rathsantrag dem Demos
unterbreitet worden war. Belege bieten folgende Inschriften:
1) 17 b , eine auf die Beschwörung und die Aufschreibung
des mit den Chalkidiern von Euboea' geschlossenen Bundesvertrages
bezügliche Urkunde aus 01. 100, 3 = 378/7 v. Chr.:
nüppavSpo? efesv • irep't 2>v X-[efouai.v]
oi XaXy.io/p, TtpocaYfajYsIv auxou; u-[p'o;
xov B]i)p.ov es tyjv x:pd)xr)V eny.XY]tn'av, ~f~
10 [vüp.Yjv] 3s |up.ßdXXsa0ai x-ijc ßouXvj; o[vi] 8o-[y.et
xyj]t ßouXi) Se/ w eo0at xt]v aup,p.a/ w fa[v] x-[apä
xwv] XaXy.tS|sto]v xur/Y] avaOYj y.a0a exaYY[sXXov]io:[t
ojj XaXxiSvjc y.xX.
Ich bemerke, dass diese Urkunde keine Ausnahme von der
II S. 119 gemachten Beobachtung begründet; denn als dieser
Beschluss gefasst wurde, scheint die Verhandlung über den
eigentlichen Vertrag abgeschlossen gewesen zu sein, es handelte
sich nur mehr um die Beschwörung und Aufschreibung
desselben. Vgl. 66 b .
2) 49, eine auf die Verhandlungen mit den Kerkyräern,
Akarnanen und Kephallenen über die Aufnahme in den Seebund
bezügliche Urkunde aus 01. 101, 2 = 375/4 v. Chr.;