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Bach in ann,
Baioarii, Baiuvarii und Beowinida auf ein einfaches Baja neben
Bajaheim schliesseiF. 1 Dies liegt aber in dem Bajas des Geographen
von Ravenna thatsächlicli vor. —
Damit erscheint aber auch der Volksname erklärt, die
Identität der Baiern mit der früheren Bevölkerung Böhmens als
kaum noch anfechtbar. Auf neue Belege, die sich aus den Meldungen
der Stammessage ergeben, wird noch hinzuweisen sein.
d) Veranlassung, Zeit und Verlauf der bairischn Ansiedlung
in Baiern, der slavischen in Böhmen.
Die erste sichere Nachricht, die das Volk der Baiern nach
seinem dem alten Heimatlande entnommenen Namen geradezu
benennt, bietet Jordanis (551). Er nennt die Baiern als die
Ostnachbarn der Alemannen-Sueven, deren Sitze bis gegen
den Inn und die Donaulinie von Regensburg bis Passau östlich
reichen. Die Baiern stehen also zu seiner Zeit noch in ihren
alten Gebieten, wenn auch der Böhmerwald keine Naturgrenze
mehr bildet, seine tiefen Senken und bequemen Joche, die
heute von Bahnlinien benützt werden, vielmehr die natürlichen
Verbindungsstrassen zwischen der Hauptmasse des Volkes und
den nach Südwesten ins Regen- und Nablaud vorgerückten
Colonisten bilden.
Als aber Venantius Fortunatus, einer der letzten Repräsentanten
der alten Rhetorengelehrsamkeit, um das Jahr 565
aus Italien über die mittleren Alpenketten, Baiern und Alemannien
nach Frankreich wanderte, um dort an König Sigibert’s
Hof zu weilen, 2 da traf er die Baiern bereits auf dem Hochlande
ostwärts des Lech wohnend.
Si tibi (über) barbaricos conceditur ire per amnes
Ut placide Rhenum transcendere possis et Histrum,
Pergis ad Augustam, qua Virdo et Licca fluentaut,
Illic ossa sacrae venerabere martyris Afrae.
Si vacat ire viam, neque te Baioarius obstat,
Qua picina sedent Breonum loca, perge per Alpem,
Ingrediens rapido qua gurgite volvitur Oenus. 3
1 Müllenhoff, Verderbte Namen bei Tacitus, S. 243.
2 W. Wattenbach, Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter, I. Band,
I. §• 7.
3 Venantius Fortunatus, Vitae S. Martini lib. IV. v. 645— 651.