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Bachmann.
thatsächlieh der Beweis, den Zeuss bringt, einzelnes Unrichtige
enthält.. \
Es sind vielerwähnte Stellen aus dem Ivosmographen von
Ravenna, auf die Zeuss seine scharfsinnige Beweisführung gestützt
hat. Auch hier sind zwei zu verwerthen: ,Quarta ut
hora noctis', sagt der Geograph, lib. I. cap. 11, ,Nortmännorum
est patria, quae et Dania ab antiquis dicitur, cujus ad frontem
Albes vel patria Albis. Maurungani certissime antiquitus dicebatur.
In qua Albis patria per multos annos Francorum linea
remorata est, et ad frontem ejusdem Albis Datia'. Damit ist
zusammenzuhalten lib. IV. cap. 18: Est patria, quae dicitur,
Albis ungani (Zeuss ergänzt richtig seu Maurungani, oder
nach der früheren Stelle: quae antiquitus dicebatur Maurungani)
montuosa per longum, quae ad orientem multum extenditur,
cujus aliqua pars Bajas dicitur. Beide Stellen schliessen
sich zusammen zu folgendem Ganzen: Vor Dänemark, wie seit
Alters das Normannenland genannt wird, liegt Albes oder das
Land Albis, ehemals nach sicheren Zeugnissen Maurungani
genannt. Es ist dies ein Land ,gebirgig nach der Länge hin,
gegen Morgen von weiter Ausdehnung, von welchem ein Theil
Bajas heisst'. 1 Ist nun dieses Bajas auch wirklich Böhmen?
Die Grenzbestimmungen des Geographen sind ungenau:
,es schliesse sich das Land Albis an Dänemark an und reiche
bis Dacien und Pannonien'. 2 Da Bajas ein Theil des zu Maurungani
gehörigen, südlichen Gebirgslandes ist, so wollte
A. Quitzmann wiederum Bajas im nordungarischen Berglande
gefunden haben. 3 Quitzmann hat dabei die beiden Relativsätze:
quae ad orientem multum extenditur, cujus aliqua pars
Bajas dicitur, irriger Weise mehr auf einander als zu ihrem
gemeinsamen Hauptsatze gezogen. Die Stelle selbst sagt
nur: das weitgestreckte Bergland zieht sich weit nach dem
Osten hin, ein Theil von ihm heisst Bajas. Dass Quitzmann’s
Ansicht nicht möglich, zeigt auch der Ausdruck
Maurungani.
1 So übersetzt Zeuss, Die Herkunft, S. 30.
2 Geog. Rav. lib. IV. eap. 19: Item confinalis ejusdem regionis [Albis]
sunt patriae Pannoniae.
3 Abstammung u. s. w. der Baiwaren, S. 66 a. a. 0.