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Bachmanti.
Wenige Jahre später (554) werden die Baiern neuerdings
genannt bei Gregor von Tours, der zugleich als Herzog des
Volkes einen gewissen Garibald nennt. 1 Er steht bereits unter
der Herrschaft des Frankenkönigs; 2 schwerlich hat aber in den
wenigen Jahren seit 551, wo wir die Baiern noch im Nordosten
der Donau gefunden, deren Uebersiedlung auf das rechte Stromufer
in das alte vindelicische Hochland stattgefunden; aber begonnen
könnte sie bereits haben. Es vergeht kein Jahrzehnt, und
Venantius Fortunatus findet auf seiner Reise von Italien in das
Frankenreich die Baiern bereits weit über die Hochebene am
Nordfusse der Alpen verbreitet. 11 Wer waren sie und woher
kamen sie? Wie geriethen sie unter fränkische Oberhoheit, da
doch kein deutsches Volk je auf seine Freiheit willig verzichtete
und die Baiern später begierig die Gelegenheit wahrnahmen,
die alte Unabhängigkeit wieder zu gewinnen?
b) Böhmen bis zur Einwanderung der Czechen.
Schon der scharfsinnige K. Zeuss 4 und nach ihm M. Büdinger
5 haben mit besonnener Rücksichtnahme auf die obwaltenden
Verhältnisse die Ansicht vorgetragen, dass die Markomannen,
sowie ihr alter Name längst seine Bedeutung verloren,
nun nach den schweren Verlusten, die ihnen die Hunnenzeit
brachte, auch ihre isolirte Stellung inmitten der Nachbarvölker
aufgaben und mit den im Nordwesten angrenzenden Thüringern
zu einem Völkervereine zusammengetreten sind. Der Bund trug
den Namen des stärkeren, Römern und Franken besser bekannten
Volkes, der Thüringer. So natürlich eine solche Verbindung ist,
da beide Nachbarvölker sich nach dem Abzüge der Burgunder
und dem engeren Anschlüsse der Quaden an die hunnisch-1
Gregorii Turonensis opera ed. Ruinart. Parisiis 1699 ff. IV. 9.
2 Paulus Diaconus, Ilistor. Langobard. I. 21: Walderada, quae sociata est
Cusupald (Theodebald), alio regi Francorum, quam ipse odio habens, uni
ex suis, qui dicebatur Garipald, in coniugium tradidit.
3 Venantius Honor. Fortunatus, De vita Scti. Martini (im Corp. omn. vet.
poetar. latinor. Londini 1721, tom. II.) lib. IV. v. 645 ff. Vergl. Paul.
Diac. Histor. Langob. lib. II. c. 13. Zeuss, Die Deutschen, S. 368.
4 Die Deutschen, S. 355, 356, 366.
5 Oesterr. Geschichte, S. 46.