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Bachmann.
der Druck der in den Mainlanden emporgeblühten Burgundermacht
zwang zu immer neuen Versuchen, weiteres Gebiet zu
gewinnen.
Solche sind denn auch nach dem Osten hin für die
Zeiten Valentinian I. durch Ammianus Marcellinus fest bezeugt,
brachten aber noch immer keinen bleibenden Erfolg. 1
Eine Wandlung der Dinge trat auch hier mit der grossen
Völkerbewegung des beginnenden fünften Jahrhunderts ein, so
sehr der kluge Stilicho sich bemühte, mit den Alemannen in
den alten Verhältnissen zu verbleiben. 2 Die Römermaeht war
seitdem in den Donauprovinzen gebrochen; die Siege Stilicho’s,
der im tiefen Winter (403—404) den Befreiungszug nach Rhätien
unternahm, 3 die verlustreichen Kämpfe des Aetius 4 befreiten
zwar noch wiederholt die obere Donauebene aus Barbarenhand:
es war eine Fristung auf kurze Jahre. Mit Attila’s
wenn auch erfolglosem Zuge gegen Gallien, nach des' Aetius
Tode brach das Verderben über die römischen Provinzialen
um so unaufhaltsamer herein. Die Völker, die bisher den
Hunnen gehorcht, nehmen nach dem Befreiungskämpfe am
Netad zum Theile bleibende Sitze auf römischem Boden: die
Gothenfürsten besetzen mit ihren Schaaren Pannonien; 5 Ufernoricum
wird allmälig zum Rugilande, 6 während die Völker
des thüringischen Vereins bis gegen Regensburg und bis nach
dem heutigen Oberösterreich am linken Donauufer sich aus-1
Ammianus Marcellinus, XVII. 6. 1, 2. [Juthungi Alamannorum pars]
Raetias turbulente vastabant, adeo ut etiam oppidorum temptarent obsidia
praeter solitum. S. Ambrosii libellus II. ad imp. Valentinianum a. a. 0.
p. 327.
2 Vergl. J. F. Huschberg-, Geschichte der Alemannen und Franken, Sulzbach
1840, S. 391 ff.
3 CI. Claudianus, De bello Gethico, a. a. O. v. 369 — 365 (Corp. omn. vet.
poet. latin., II. vol. Lond. 1721, II. t. p. 1384).
4 Idatii chron. ad. ann. 430. Prosperi, chronic, ad ann. 429: Aetius Jhutungorurn
gentem delere intendit. Sidonius Apollinaris carm. VII. v. 233.
Vergl. ebendort V. v. 373 dem zu Folge noch circa 450 das westliche
Rhätien und das Land am Nordabhange der Alpen römisch ist. Zeuss,
Die Deutschen, S. 319. Darnach lässt sich auch die Zeit so ziemlich bestimmen,
in der die Ansiedlung der Alemannen auf vindelieischem Boden
erfolgte.
5 Jordanis, De Getarum origine cap. L und LII.
6 M. Büdinger, Oesterr. Gesell. S. 45 ff.