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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

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Bachraann.

war.  Gerade  die  Stelle  bei  Plinius  IV.  cap.  12,  auf  die  sich
Herr  Quitzmann  beruft,  bietet  den  klarsten  Gegenbeweis:
superiora  autem  inter  Danubium  et  Hercynium  saltum  usque
ad  Pannonica  biberna  Carnunti,  Germanorumque  ibi  confinium
eampos  et  plana  Jazyges  Sarmatae,  montes  vero  et  saltus  pulsiab
  bis  Daci  ad  Patbyssum  amncm,  a  Maro  (sive  Duria  est)
a  Suebis  regnoque  Vanniano  dirimens  eos  aversa  Basternae
tenent,  aliique  inde  Germani.  1  Das  heisst  doch  nur:  Im  Oberland ­
  zwischen  Donau  und  Karpathen,  das  von  der  Theiss
(Pathyssus)  über  die  Grenzäcker  der  Germanen  hinweg  bis
zur  March  gegenüber  von  Carnuntum,  die  die  Grenze  bildet
gegen  das  Reich  des  Vannius  und  die  Sueben  überhaupt,  reicht,
nahmen  die  Jazygen  das  Flachland  ein,  während  flüchtige
Daken  die  Höhen-  und  Gebirgsthäler  bis  westwärts  zur  Theiss,
Basternen  und  sonstige  Germanen  (Ösen,  Gothinen)  1  jene  von
der  March  nach  Osten  hin  bewohnen.
Bringt  man  nun  die  Angaben  des  Plinius  mit  Strabo’s
Bericht  über  die  Jazygen,  die  bei  ihm  noch  jenseits  der  Karpathen ­
  sitzen 2  und  der  Erzählung  des  Tacitus  über  Vannius
und  die  beiden  Gefolgschaften  zusammen,  so  ergibt  sich  Folgendes: ­
  Die  Ostgrenze  des  Suebenreiches  bildet  zu  Plinius  Zeit
wieder  die  March  (Marus),  da  die  kurz  vorher  über  das  Gebirge ­
  zugewanderten  Jazygen  die  nordungarischen  Ebenen  am
linken  Donauufer  in  Besitz  genommen  haben.  Die  Quaden
haben  aber  vordem  auch  diese  Gegenden  durchstreift 3  und
ebenda,  unmittelbar  an  ihrer  Ostgrenze,  zwischen  March  und
Waag  (Cusum) 4  auch  die  beiden  Haufen  des  Marbod  und
Catwalda  angesiedelt  (,confinium  Germanorund  des  Plinius?).
Allerdings  erfolgt  nun  die  weitere  Ausdehnung  des  Quaden-1

  Gotini,  quo  magis  pudeat,  et  ferrum  effodiunt  omnesque  hi  populi  pauca
campestrium,  ceterum  saltus  et  vertices  montium  [iujumque]  insederunt.
Germ.  cap.  43.
2  Vergl.  Zeuss,  Die  Deutschen  S.  282.
3  Vergl.  Sext.  Ruf.  Breviarium,  cap.  9.
4  B.  Dudik,  Mährens  allgemeine  Geschichte  X.  S.  31  —  32,  Anm.  1.,  und
F.  Wintersheim,  Geschichte  der  Völkerwanderung,  Leipzig  18Ö9,  I.  Band,
2.  Hälfte,  S.  336,  Anm.  231,  vermuthen  unter  Cusus  die  Gran;  Zeuss,
Die  Deutschen  S.  16  und  P.  Safarik,  Slav.  Alterthümer  I.  S.  507  die
Waag;  mit  Rücksicht  auf  die  Angaben  des  Plinius  und  weil  der  Raum
            
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