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gesagt werden kann — nöthigten dann eben auch zu statuiren,
dass er selbst eine Zeitlang der dortigen Congregation angehört
habe. Mit den vorhandenen Mitteln lässt sich die Frage nicht
weiter aufklären.
Das Material zu der grossen und noch lange gepriesenen
Arbeit fand er in Proba’s Bibliothek in Rom: cum bibliothecae
vestrae — sagt er in der Widmung — copia multiplex integra
contineat opera. Hier mag Eugipius zuerst eine Vorstellung
von der vorhandenen Literatur gewonnen haben. Einen ganzen
Augustinus zu besitzen, wie er ihn anscheinend selbst hier
nicht fand, schien dem armen Mönche eine anmassende Hoffnung:
nam omnia illius habere vel invenire quis possit? ruft
er aus. Die Besitzerin führt er uns selbst als einer senatorischen
Familie angehörig und somit, wie es scheint, als
Standesgenossin Barbarias vor, indem er das P.rädicat durch
ihren Charakter als Nonne noch besonders ziert. 1 Cassiodor,
der vielleicht hier Eugipius kennen lernte, 2 rühmt diese seine
Verwandte ebenfalls: parentem nostram virginem sacram. Im
Gefühle seines hohen Ansehens, 3 während der sardinischen
Exile zwischen 509 und 523, schrieb der Bischof Fulgentius
von Ruspae an ihre Schwester Galla: 4 Proba sei in königlicher
Ueppigkeit aufgewachsen (deliciis regalibus enutrita)
habe aber doch mit fünf anderen weisen Jungfrauen das jungfräuliche
Gelübde abgelegt, verachte das Wohlleben (delicias
corporis), sei, um besser den Armen geben zu können, nur
mit geringen Gewändern bekleidet, ja er nennt sie als Muster
für Galla: sororem tuam sanctam virginem Probam. Er betont
1 Dominae merito venerabili et fructu saerae virginitatis in Christi gratia
seinper illustri ac per omnia Probae.
2 — quem nos quoque vidimus. 1. 1.
3 Moreellius Africa christiana III, 233.
4 Der Trostbrief de statu viduarum (Migne patr. lat. LXV, 311 sqq.) ist
nach der Einleitung abgefasst, als Fulgentius von dem Tode von Galla’s
Gemahl erfuhr: ante aliquot menses diaconi mei ex Urbe remeantis
narratione — wie eben nur ein Bischof schreiben kann. Desprez (Migne
1. 1. 114) setzt den Brief bestimmt in die Zeit des zweiten sardinischen
Exils. Die in Sardinien verbannten Bischöfe erhielten übrigens von Rom
regelmässige Unterstützungen. Vita Symmaehi c. 11 (Migne CXXV1II,
454, Vignolli 179).