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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

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Zur  Geschichte  der  Gründung  des  Hauses  Thang.

fürchtete,  dass  der  Fürst  von  Thang  nicht  einwilligen  werde.
Lieu-wen-tsing  entwarf  den  Plan,  durch  Pei-tsi  das  Wort
Vorbringen  zu  lassen.  Hierauf  bewog  er  Pei-tsi,  sich  mit  dem
Könige  in  Verbindung  zu  setzen.  Jener  konnte  sogleich  vortreten ­
  und  sich  berathen.
Als  die  Türken  die  Streitmacht  IW  ^  Kao-kiün-ya’s
schlugen,  wurde  der  Fürst  von  Thang  eines  Verbrechens
geziehen.  Der  König  entsandte  Lieu-wen-tsing  und  Pei-tsi.
Dieselben  sprachen  in  Gemeinschaft  zu  dem  Fürsten  von  Thang:
Der  Fürst  stützt  sich  auf  einen  zweifelhaften  Boden,  gemäss
seiner  Eigenschaften  bemisst  er  nicht  das  Heil.  Jetzt  werden
die  Abtheilungen  Niederlagen  erleiden,  er  wird  eben  um  des
Verbrechens,  willen  aufgegriffen,  die  Sache  ist  dringend.  Schafft
er  denn  noch  immer  nicht  Rath?  Die  Kriegsmänner  von  Tsinyang
  sind  stark,  die  Pferde  kräftig,  in  Palästen  und  Rüstkammern ­
  ist  Ueberfluss,  die  grosse  Sache  kann  unternommen
werden.  Jetzt  ist  das  Land  der  Mitte  des  Gränzpasses  leer,
der  König  von  Tai 1  ist  schwach.  Die  Weisen  und  Gewaltigen ­
  erheben  sich,  sie  haben  noch  Niemanden,  dem  sie  sich
zuwenden.  Es  ist  zu  wünschen,  dass  der  Fürst  die  Streitmacht
führt,  im  Westen  die  Bedrücker  straft,  den  Aufruhr  beseitigt.
Soll  er  es  auf  sich  nehmen,  dass  man  ihn  einfach  in  das
Gefängniss  setzen  lässt?  —  Der  Fürst  von  Thang  gab  dieses
für  sich  zu,  doch  als  seine  Freisprechung  von  der  Schuld  erfolgte, ­
  that  er  nichts  weiter.
Der  König  von  Thsin  rieth  Leu-wen-tsing,  eine  falsche
höchste  Verkündung  zu  verfassen,  welche  befahl,  alle  Männer
vom  zwanzigsten  bis  zum  fünfzigsten  Lebensjahre  in  Thaiyuen,
  Si-ho,  Yen-men  und  Ma-yi  zum  Kriegsdienste  auszuheben,
sie  nach  einem  Jahre  in  der  Landschaft  Tschö  zu  versammeln ­
  und  mit  ihnen  Liao  anzugreifen.  In  Folge  dessen
waren  die  Menschen  in  ihrem  Fierzen  betrübt,  unruhig  und
dachten  immer  mehr  an  Aufruhr.
Lieu-wen-tsing  sprach  zu  Pei-tsi:  Ihr  habt  doch  gehört:
Wer  zuerst  ausrückt,  bringt  die  Menschen  zurecht.  Wer  zuletzt
ausrückt,  wird  von  den  Menschen  zurecht  gebracht.  Der  Fürst

1  Der  König  von  Tai,  später  der  Kaiser  Kung  genannt,  war  mit  der  Vertheidigung
  der  Mutterstadt  beauftragt.
            
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