Nachrichten von Gelehrten China^s.
769
an den Stamm, so ist der Verfall und auch die Spitze. Stellt
man die Belehrung an die Spitze, was wird dann bei dem
Verfall sich thun lassen?
König Wu und der Fürst von Tsclieu nahmen auf sich
den Verfall der Schang. Sie konnten nicht umhin, von ihm
Gebrauch zu machen. Als der Fürst von Tscheu versank, wusste
Niemand, wodurch eine Aenderung herbeizuführen. Desswegen
war der Verfall ärger als derjenige, in den zwei Zeitaltern.
Khung-tse war darüber bekümmert, und er sprach: Die Wege
von Yü 1 und Iiia erregen wenig Unwillen bei dem Volke.
Die Wege von Schang und Tscheu können den Verfall nicht
bemeistern. — Desswegen heisst es: In den späteren Zeitaltern
gibt es zwar Begründende, jedoch der Kaiser von dem Geschlechte
Yü kann nicht erreicht werden. — Es besagt nämlich:
Die Umgestaltungen von Thang 2 und Yü 3 sind schwer auszuführen
in den letzten Zeitaltern, aber die Redlichkeit der
Hia soll verändern und zu Stande bringen. Desswegen stützt
der Frühling und Herbst durch sein Ansehen die Verwendung,
durch Wahrhaftigkeit entscheidet er über die Gebräuche, aber
durch den Weg der Redlichkeit erforscht er die Gemüther.
Er hält sich nicht an den leeren Namen, er schätzt nicht Beschädigung
und Härte. Er schliesst sich an das Angemessene,
kommt zu Hilfe bei Unordnung. Je nach der Zeit setzt er
ab und befördert.
Ein altes Wort sagt: Schang veränderte Hia, Tscheu
veränderte Schang, der Frühling und Herbst veränderte Tscheu.
— Jedoch ^ Kung-yang-tse sagt ebenfalls, der Weg
der Musik sei der Weg von Yao und Schün und man bemesse
dadurch die späteren Höchstweisen. Somit wusste er, dass der
Frühling und Herbst von den Vorschriften der zwei Kaiser
und der drei Könige Gebrauch macht. Dass man Hia zum
Stamme macht, nicht einzig die Vorbilder von Tscheu bewahrt,
ist offenbar.
Ferner sagte Yin-tsu in seinen Schriften:
' Yü ist Kaiser Schün, dessen Geschlechtsname Yü.
2 Yao, der auch Yao, Kaiser von Thang genannt wird.
3 Yü ist wieder Kaiser Schün.