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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

Lien-ki-tscliin.

f  J  -P  «  Lieu-ki-tscliin  war  ein  Mensch  von  Hu  aus
Üj$:  Li-tschi.  Sein  Vater  j||[  ^  Lung-ni  griff  im  zehnten
Jahre  des  Zeitraumes  Ta-nie  (614  n.  Chr.)  zu  den  Waffen  und
gab  sich  den  Namen  eines  Königs.  Er  ernannte  Lieu-ki-tschin
zum  grossen  Sohne,  dessen  jüngeren  Bruder  ^  Lö-ni  zum
Könige  von  Yung-ngan.  Die  Spitzen  seiner  Waffen  waren
sehr  scharf.
Der  Heerführer  yiSjt  M  £  Fan-tschang-wen  griff  ihn
mehrere  Jahre  hindurch  mit  Heftigkeit  an,  war  aber  nicht  im
Stande,  ihn  zur  Unterwerfung  zu  bringen.  Später  schlug
Liang-te,  Anführer  der  tigermuthigen  Leibwächter,
vollständig  Lung-ni  und  tödtete  ihn.  Die  Heeresmenge  Lungni’s
  zerstreute  sich.
Als  die  Streitmacht  der  Thang  aufstand,  sammelte  Lö-ni
nochmals  die  Menge,  wurde  ein  Räuber  und  schloss  sich  an
m  ä  m  Lieu-wu-tscheu.  Lieu-ki-tschin  folgte  ihm.  Indem
er  sich  den  Namen  des  grossen  Sohnes  gab  und  als  König
herrschte,  ernannte  er  Lö-ni  zum  Könige  von  m  ®  Tschtting.
  Er  war  durch  seine  Einfälle  den  Gränzgegenden  verderblich. ­

%ffl  Tsch’ang-lün,  Fürst  von  Si-ho,  und  ^  ^
Li-tschung-wen,  Fürst  von  jjj;  Tschin-hiang,  vereinigten
ihre  Streitkräfte,  um  ihn  zu  strafen.  Lieu-ki-tschin  ergab  sich.
Eine  höchste  Verkündung  ernannte  ihn  zum  allgemeinen  Leitenden ­
  von  Schi-tscheu,  verlieh  ihm  den  Geschlechtsnamen
Li  und  das  Lehen  eines  Königs  der  Landschaft  111
P’eng-schan.
Um  diese  Zeit  kämpfte  ^  ^  (gJ|J  Sung-kin-kang  1  in
jf>|>|  Kuai-tscheu,  und  der  Sieg  war  noch  nicht  entschieden.
Lieu-ki-tschin  verband  sich  sofort  wieder  mit  Lieu-wu-tscheu.
Als  dieser  geschlagen  war,  nahm  Schi-min,  König  von  Thsin,

1  Sung-kin-kang;,  der  Räuber  von  Schaug-sö,  ist  in  dem  Abschnitte:  ,Lieuwu-tscheu
 4  vorgekommen.
            
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