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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

Nachrichten  Von  Gelehrten  China 4 s.

Hi

In  dem  Zeiträume  Thien-scheu  (690  bis  691  n.  Chr.)
wurde  er  wieder  zu  der  Stelle  eines  der  Berathung  vorstehenden
Leibwächters  des  Nachfolgers  versetzt.  Zugleich  war  er  Ordner
der  Geschichtschreiber  des  Reiches  und  lernender  Mann  des
Gebäudes  Thsung-hien.  Er  erhielt  mehrmals  in  höchsten  Verkündungen ­
  den  Auftrag,  die  Vorbilder  des  Verfahrens  zu
sammeln.  Die  Kaiserin  Wu  rühmte  diese  Sammlungen.  In
der  Ableitung  der  Geschlechtsnamen  sehr  bewandert,  legte  er,
von  den  Herrscherhäusern  Wei  und  Tsin  angefangen,  den
Stamm  und  die  seitherigen  Abzweigungen  dar.  Er  veröffentlichte ­
  kurze  Denkwürdigkeiten  über  die  Geschlechtsnamen,
Verzeichnisse  von  Kleidern  und  Mützen  in  mehr  als  hundert

Heften.  Später  wurde  er  angeklagt,  mit

lien-yö  verkehrt  zu  haben  und  starb  in  dem  Gefängnisse.  Im
Anfänge  des  Zeitraumes  Schin-lung  (705  n.  Chr.)  gab  man  zu
seinen  Aemtern  noch  dasjenige  eines  kleinen  Beaufsichtigers
der  geheimen  Bücher.

Lu-king-tsien.

ss  &  m  Lu-king-tsien,  der  jüngere  Bruder  Lu-kingtschün’s,
  war  in  seiner  Jugend  mit  seinem  älteren  Bruder  von
gleicher  Berühmtheit.  Er  wurde  im  Vorrücken  Verzeichner
der  Sachen  von  Hai-tscheu  und  Beigesellter  des  Kriegsheeres.
In  der  Sache  Khi-lien-yö’s  ebenfalls  angeklagt,  wurde  er  in
dem  Gefängnisse  gebunden,  und  entkam  dem  Tode.  Später
wurde  er  Befehlshaber  von  Sui-ngan.  Vor  dieser  Zeit  waren
viele  Befehlshaber  gestorben,  und  Lu-king-tsien  wollte  dieses
Amt  ausschlagen.  Seine  Gattin  sprach:  Du  bist  nicht  in  dem
Gefängnisse  gestorben  und  konntest  unversehrt  bleiben.  Ist
es  nicht  der  Fall,  dass  es  für  Leben  und  Tod  ein  Schicksal
gibt?  —  Lu-king-tsien  richtete  sich  nach  diesen  Worten.  Als
er  sein  Amt  angetreten  hatte,  schrien  Eulen  an  seinem  Windschirm ­
  und  mehrere  Zehende  von  Ratten  liefen  an  dessen
Vorderseite.  Seine  Leute  verscheuchten  die  Ratten,  allein  diese
umfassten  die  Stöcke  und  heulten.  Lu-king-tsien  fürchtete  sich
nicht  vor  ihnen.  Nach  längerer  Zeit  wurde  er  zu  der  Stelle
eines  Befehlshabers  der  Leibwache  versetzt.  Seine  Rangstufe
war  diejenige  eines  Hausgenossen  des  obersten  Buchführers.

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