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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

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und  Brustwehren.  Er  wollte  auf  diese  Weise  die  Häuptlinge
strafen  und  ihre  Söhne  und  Töchter  zu  Sklaven  machen.  Die
südlichen  Barbaren  fürchteten  sich.  Sie  tödteten  Li-tschi-ku,
gingen  einander  voran  und  fielen  ab.  Die  Wege  der  Landstriche ­
  m  Yao  und  ^  Sui  waren  verschlossen  und  blieben
durch  mehrere  Jahre  unzugänglich.
Siün-kien  starb  siebzig  Jahre  alt.  Der  Kaiser  bedauerte
ihn  und  schickte  einen  Abgesandten  zu  der  Todtenklage.  Man
gab  zu  den  Aemtern  Siü-kien’s  noch  dasjenige  eines  kleinen
Beschützers  der  Nachfolger.  Der  ihm  nach  dem  Tode  gegebene
Name  war  jjjjj  Wen.  Siü-kien  und  Siü-thsi-tan,  Vater  und
Sohn,  wurden  hoch  gepriesen  und  mit  den  zu  den  Zeiten  der
Han  lebenden  Männern  tjz  Pan-pieu  und  Jtjf  [#j  Pan  ku,
welche  ebenfalls  Vater  und  Sohn  waren,  verglichen.

Lu-king-tschün.
yjp.  Lu-king-tschün  stammte  aus  Lin-thsing  in
Pei-tscheu.  Sein  Vater  Wen-yl  erlebte  die  grossen
Wirren  in  den  letzten  Zeiten  der  Sui.  Alle  Leute  innerhalb
seines  Thores  fanden  durch  die  Räuber  den  Tod.  Wen-yl
entwich  und  begab  sich  in  Mühsal  hinweg.  Voll  Schmerz  über
das  viele  Unglück  seines  Hauses,  verschloss  er  den  Mund  und
nahm  keine  Speise  zu  sich.  '  Die  Reisenden  hatten  Mitleid  mit
seiner  Hilflosigkeit.  Sie  zwangen  ihn  zu  essen  und  zu  trinken
und  gingen  dann,  indem  sie  ihn  abwechselnd  auf  den  Rücken
nahmen,  mit  ihm  weiter.  Er  konnte  sich  jetzt  befreien.  Er
bekleidete  gegen  das  Ende  des  Zeitraumes  Tsching-kuan
(649  n.  Chr.)  das  Amt  eines  Pferdevorstehers  von  fjj  ^['1
Schin-tscheu.
Lu-king-tschün  hatte  in  seiner  Jugend  die  Gedanken  auf
das  Lernen  gerichtet.  Er  trug  an  den  Füssen  keine  Schuhe
und  verblieb  innerhalb  des  Thores.  Als  er  die  Trauer  um  den
Vater  hatte,  trat  er  durch  drei  Jahre  nicht  aus  der  Trauerhütte. ­
  Nach  Ablegung  der  Trauerkleider  trat  er  unter  schmerzlichen ­
  Rufen  in  das  Thor.  Seine  Gestalt  war  abgemagert  und
zerfallen,  die  eigene  Gattin  erkannte  ihn  nicht.  Später  wurde
er  für  die  Stufe  eines  beförderten  Gelehrten  hervorgezogen.
            
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