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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

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Pfizmuier.

Brüder  der  Häuptlinge  der  Türken  in  dem  östlichen  Palaste
dienen  dürfen.  Siii-thsi-tan  reichte  ein  Schreiben  empor,  in
welchem  er  Vorstellungen  machte  und  meinte,  wenn  man  die
das  gescheitelte  Haupthaar  lösenden,  den  Brustlatz  spaltenden
Abkömmlinge  des  in  Filz  und  Pelze  gekleideten  Mö-thö  1  unter
den  Leuten  der  Umgebung  sich  befinden  lässt,  so  sei  dieses
nicht,  was  man  Zuvorkommenheit  nennt.  Man  wache  über  das
Ansehen  und  ziehe  diejenigen  in  die  Nähe,  welche  Tugend
besitzen.  Bei  der  Uebertragung  von  Aemtern  beachte  man
die  Gaben  der  Weisheit,  bei  der  Wahl  der  Umgebung  beachte
man  die  Rechtschaffenheit  der  bezüglichen  Menschen.
Ferner  fand  -^|  ^  ^  Tschang-sün-wu-ki  den
Tod  durch  Verleumdung,  und  der  Ahnentempel  seines  Hauses
wurde  abgebrochen.  Siü-thsi-tan  sprach  zu  dem  Kaiser:  Fürst
Hien  von  Thsi  ist  der  Grossvater  des  Kaisers  von  mütterlicher
Seite.  Ist  sein  Nachkomme  auch  eines  Verbrechens  schuldig,
es  ist  nicht  gerecht,  dass  die  Abtragung  sich  auf  den  früheren
Ahnentempel  erstreckt.  Jetzt  wird  der  Ahnentempel  des  Fürsten
Tschung-hiao  von  Tscheu  geehrt  und  geschmückt  in  überschreitender ­
  Einrichtung.  Ich  fürchte,  dieses  ist  es  nicht,  wodurch ­
  man  den  Ländern  innerhalb  der  Meere  ein  Beispiel  gibt.
—  Der  Kaiser  kam  zur  Besinnung.  Er  befahl  in  einer  höchsten
Verkündung,  dass  man  das  Amt  des  Fürsten  Hien  wiederherstelle ­
  und  Yen,  den  Enkel  Tschang-sün-wu-ki’s,  zum
Vorgesetzten  des  Opfei’s  mache.
Siü-thsi-tan  verstand  sich  gut  auf  schriftliche  Meldungen.
Der  Kaiser  hatte  daran  Freude.  Er  hiess  ihn  für  die  eintreffenden ­
  Schriften  des  kaiserlichen  Nachfolgers  und  der  Könige
aufwarten.  Da  dieses  Amt  eigentlich  mühsam  war,  gestattete
er  ihm,  einen  Tag  um  den  anderen  einmal  zu  kommen.  Angeklagt, ­
  Sachen  der  verschlossenen  Abtheilung  des  Palastes
verrathen  zu  haben,  wurde  er  zum  Pferdevorsteher  von  Ki-tscheu
herabgesetzt  und  zudem  nach  Khin-tscheu  verbannt.  Er  starb
vier  und  vierzig  Jahre  alt.  Zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Juitsung
  gab  man  zu  seinem  Amte  noch  dasjenige  eines  obersten

1  jjpl  Mö-thö  ist  der  zur  Nachfolge  bestimmte  Sohn  des  Schen-yü,
Königs  der  Hiung-nu’s.
            
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