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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

Nachrichten  von  Gelehrten  China’s.

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Amt  war  damals  erst  geschaffen  worden,  es  war  von  überaus
klarer  und  naher  Beziehung.  m  m  Ma-tscheu,  Gebietender
der  Bücher  der  Mitte,  sagte  seufzend:  Mir  thut  es  leid,  dass
der  Rang,  den  ich  einnehme,  eitler  Weise  hoch  ist,  dass  ich
nicht  zu  diesem  Amte  gelangen  kann.  Ferner  stellte  er  mit
(»+*)  Ling-hu-te-fen  und  Anderen  das  Buch
der  Tsin  zusammen.  Die  darin  enthaltenen  allgemeinen  Einleitungen ­
  wurden  sämmtlich  von  ihm  herausgegeben.
Die  Inhaber  der  Vorsteherämter  brachten  das  Wort  vor,  dass
bei  Aufruhr  und  grosser  Widersetzlichkeit  bloss  Väter  und  Söhne
anzuklagen  und  mit  dem  Tode  zu  bestrafen  seien,  doch  dass
dieses  sich  nicht  auf  Brüder  erstrecken  solle.  Sie  baten,  dass
man  darüber  nochmals  zu  Rathe  gehe.  In  Folge  einer  höchsten
Verkündung  hielten  die  Würdenträger  eine  grosse  Berathung.
King-po  sprach:  Brüder,  wie  sehr  man  sie  auch  in  dem
Busen  als  etwas  Wichtiges  trägt,  mit  Vater  und  Sohn  verglichen, ­
  sind  sie  etwas  Geringfügiges.  Desswegen  haben  sie
im  Leben  ein  verschiedenes  inneres  Haus,  im  Tode  haben  sie
ein  besonderes  Stammhaus.  Jetzt  erstrecken  sich  hohes  Amt,
bedeutende  Einkünfte,  Beschattung  des  Stammes  bloss  auf  die
Söhne  und  Enkel,  doch  sie  erstrecken  sich  nicht  auf  die
älteren  Brüder  und  die  jüngsten.  Wie  kommen  diese  dazu,
dass  Ehre  ausgeschlossen  ist  bei  Beschattung,  doch  dass  die
Schuld  gleichmässig  ist  bei  Strafe?  —  Eine  höchste  Verkündung ­
  befahl,  dass  man  sich  nach  der  Meinung  King-po’s
richte.
Nach  dem  Zeiträume  Yung-hoei  (650  bis  655  n.  Chr.)
ward  King-po  im  Dienste  noch  mehr  ausgezeichnet.  Er  wurde
nacheinander  Vorstellungen  machender  und  berathender  Grosser
und  Darbringender  der  Geschäfte  für  die  Mitte.  Er  hatte  ursprünglich ­
  mit  ^  Hiü-king-tsung  1  die  wahren  Verzeichnisse ­
  des  Kaisers  Kao-tsu  zusammengestellt.  Die  Ausarbeitungen ­
  endeten  mit  dem  vierzehnten  Jahre  des  Zeitraumes
Tsching-kuan  (640  n.  Chr.).  Er  stellte  jetzt  auch  die  wahren
Verzeichnisse  des  Kaisers  Thai-tsung  bis  zu  dem  drei  und

1  Hiü-king-tsung  wird  in  der  Abhandlung  ,Der  Stand  der  chinesischen
Geschichtschreibung  in  dem  Zeitalter  der  Sung‘  als  Verfasser  des  Werkes:
,Wahre  Verzeichnisse  der  Kaiser'  genannt.
            
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