Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

720

P  f  i  z  m  a  i  e  r.

Er  brachte  es  dahin,  dass  dieser  sich  dem  Kaiser  Thai-tsung

in  dem  Palaste  von  Lö-yang  vorstellte.  Der  Kaiser  beschenkte
Tsch’ang-sse-heng  mit  Speisen  und  beförderte  ihn  zu  einem

Tschao-san  und  Manne  des  Lernens  von

Grossen  von  ijpj
dem  Gebäude

Thsung-hien.

In  Betracht,  dass  Tsch’ang-sse-heng  ein  Mensch  von  Thsi
war,  fragte  ihn  der  Nachfolger,  warum  das  Geschlecht  PN
Kao  1  zu  Grunde  gegangen.  Tsch’ang-sse-heng  antwortete:  Die
Heillosigkeit  IPJ  W  J;g  Kao-O-na-kuei’s,  die  Schmeichelei

die  Grausamkeit

Han-tschang-luan’s,  alles  war  die  Begabung  von  Sclaven  und

Schergen.  Es  wurde  ihnen  geglaubt,  sie  wurden  bedienstet.  Die
Redlichen  und  Vortrefflichen  ausserhalb  wurden  hingerichtet,
Knochen  und  Fleisch  (die  Blutsverwandten)  innerhalb  trennten
sich,  man  zerschälte  und  verlor  das  schwarzhaarige  Volk.
Desswegen  blickte  das  Heer  von  Tscheu  auf  die  Vorwerke
herab.  Unter  den  Menschen  war  keiner,  den  man  dabei  verwendete. ­
  Hierdurch  ging  es  zu  Grunde.
Der  Nachfolger  fragte  wieder:  Buddha  dienen  und  Segen
auf  bauen,  wie  entspricht  dieses?  —  Tsch’ang-sse-heng  ant-'
  wortete:  Buddha  dienen  besteht  in  Klarheit,  Ruhe,  Menschlichkeit ­
  und  Wohlwollen.  Ist  man  habsüchtig,  geizig,  stolz,
grausam,  so  mag  man  selbst  Güter  umwerfen  und  ihm  dienen,
es  verringert  auf  keine  Weise  das  Unglück.  Auch  werden
Gutes  und  Böses  gewiss  vergolten,  gleichwie  der  Schatten  zu
der  Gestalt  hineilt.  Das  Wort  höchstweiser  Menschen  ist  dargelegt. ­
  Ist  der  Gebieter  menschlich,  der  Diener  redlich,  der
Sohn  kindlich,  so  sind  Segen  und  Glück  ewig.  Wenn  es  das
Gegentheil  ist,  so  sind  Verderben  und  Unglück  herangekommen.
Um  die  Zeit  kam  der  Nachfolger  seiner  Fehler  wegen
ins  Gerede.  Tsch’ang-sse-heng  wollte  ihn  durch  diese  Worte
zurecht  führen,  doch  der  Nachfolger  war  nicht  fähig,  davon
Gebrauch  zu  machen.  Als  dieser  abgesetzt  wurde,  konnte
Tsch’ang-sse-heng  ihm  nichts  weiter  überliefern.  Er  kehrte  in
die  Strasse  seines  Bezirkes  zurück,  woselbst  er  starb.
Unter  den  Schülern,  welche  Tsch’ang-sse-heng  in  den
Gebräuchen  unterrichtet  hatte,  waren  zu  ihrer  Zeit  ’jl|
1  Von  dem  Geschlechte  Kao  waren  die  Kaiser  der  Thsi.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.