Nachrichten von Gelehrten China’s.
705
Classe befördert. Ferner erklärte er für den Nachfolger
Sching-kbien das von Pan-ku verfasste Buch der Han.
Als er es dem Kaiser emporreichte, erhielt er zum Geschenke
zweihundert verschiedenartige Gegenstände und ein vortreffliches
Pferd. Die Zeitgenossen sagten: Der den Süden erobernde
Mann von dem Geschlechte ^ Tu 1 und der Mann der geheimen
Bücher von dem Geschlechte Yen sind die redlichen
Diener ^ BJj Tso-khieu-ming’s 2 und st ä m Panmeng-kien’s.
3
Als der Kaiser dem |JL| Thai-schan das Opfer darreichen
wollte, befahl er in einer höchsten Verkündung den
Fürsten, Reichsministern und vielseitigen Gelehrten, auf jede
Weise das Verfahren zu bestimmen. Diejenigen, welche die
Sache erörterten, wetteiferten, verschiedene Ansichten geltend
zu machen. Yen-sse-ku meldete an dem .Hofe, dass er die
Erklärungen des Verfahrens bei dem Erdopfer zusammengestellt
und bestimmt habe. Das Buch befinde sich unter den Schriften
des eilften Jahres, 1 die Gelehrten jiätten es damals für das
vorzüglichste gehalten. Hierauf übermittelte man es den Inhabern
der Vorsteherämter, und viele lichteten sich nach dessen
Aussprüchen. Yen-sse-ku wurde versetzt und zum Beaufsichtigen
der geheimen Bücher und Manne des Lernens von dem Gebäude
der grossen Schrift ( hung-ioen-Jcuan) ernannt.
Im neunzehnten Jahre des Zeitraumes Tsching-kuan
(645 n. Chr.) begleitete er den Kaiser auf dem Eroberungszuge
nach Liao-tung. Auf dem Wege erkrankte er und starb.
Er war um die Zeit fünf und sechzig Jahre alt. Der ihm nach
dem Tode gegebene Name ist Tai. Das von ihm erklärte
Buch der Han gelangte schnell zu Berühmtheit und machte
zu seiner Zeit grosses Aufsehen.
1 Der Mann von dem Geschlechte Tu ist m Tu-yii, ein Ausleger
der Ueberlieferungen des Geschlechtes Tso.
2 Tso-khieu-ming, gewöhnlich das Geschlecht Tso genannt, ist der Verfasser
der Ueberlieferungen zu dem Frühling und Herbst.
3 Pan-meng-kien ist Pan-ku, der oben genannte Verfasser des Buches
der Han.
4 Das eilfte Jahr des Kaisers Thai-tsung oder des Zeitraumes Tsching-kuan
(637 n. Chr.).