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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

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Pfizmaier.

Siö-kuang.
0  Siü-kuang  führte  den  Jünglingsnamen  ^  ^
Wen-yuen  und  wird  mit  diesem  Jünglingsnamen  allgemein
Siü-wen-yuen  genannt.  Er  war  in  fünfter  Folge  der  Enkel
]  IJjjJ  -ssels,  1  in  Diensten  der  südlichen  Thsi  Vorstehers ­
  der  Räume.  Sein  Vater  Iffjfc  Tsche  war  in  Diensten
der  Liang  Leibwächter  der  geheimen  Bücher  und  erhielt  eine
Tochter  des  Kaisers  Yuen,  die  Kaisertochter  von  3*  S
Ngan-tschang,  zur  Gemalin.
Nach  dem  Falle  Kiang-ling’s  wurde  Siü-wen-yuen  gefangen.
Er  begab  sich  nach  Westen  und  fand  einen  Wohnort  in  is  m
Yen-sse.  Er  war  arm  und  konnte  sich  nichts  erwerben.  Sein
älterer  Bruder  Wen-lin  verkaufte  in  einer  Bude  Bücher.
Siü-wen-yuen  sah  die  Bücher  täglich  durch.  Er  erlangte  auf
diese  Weise  ein  vielseitiges  Verständniss  der  fünf  mustergiltigen
Bücher  und  einen  hellen  Einblick  in  das  Buch  des  Geschlechtes
Tso  und  in  den  Frühling  und  Herbst.
Um  diese  Zeit  erklärte  der  alte  Gelehrte  y^  J|j  Tsch’intschung
  das  grosse  Lernen  und  übergab  tausend  Menschen  die
Grundlagen.  Siü-wen-yuen  schloss  sich  ihm  an  und  befragte
ihn.  Nach  wenigen  Tagen  verabschiedete  er  sich  und  ging  fort.
Man  fragte  ihn  um  die  Ursache.  Er  antwortete:  Was  der
Frühgebörne  spricht,  sind  nur  Worte  auf  dem  Papiere.  Wenn
dort  an  einer  inneren  Gränze  etwas  ist,  das  man  noch  nicht
gesehen  hat,  wie  würde  man  es  noch  sehen  ?  —£  Tsch’in-tschung
hörte  von  diesem  Worte.  Er  berief  ihn  zu  sich  zurück  und
erschöpfte  wieder  die  Beredsamkeit.  Er  bewunderte  die  Fähigkeiten ­
  Siü-wen-yuen’s.  Dieser  war  von  Sinn  ganz  gerade,  im
Auftreten  gediegen  und  ernst.  U'jf  ^  Teu-wei,  Jr|t
Yang-hiuen-kan,  Li-mi  und  Wang-schitschung
  schlossen  sich  ihm  an  und  lernten  von  ihm.
In  dem  Zeiträume  Khai-hoang  von  Sui  (581  bis  600  n.  Chr.)
erhielt  er  nacheinander  Aemter  und  wurde  zu  der  Stelle  eines
vielseitigen  Gelehrten  des  grossen  Lernens  versetzt.  Eine
höchste  Verkündung  befahl  ihm,  =Tj>  Liang,  König  von  Han,
1  Das  erste  Zeichen  für  diesen  Namen  ist  in  dem  Buche  der  Thang
verlöscht.
            
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