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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

Neue  Fabeln  des  Babrius.

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B)  Versehen  Furia’s  in  den  durch  den  Vaticanus  allein
bekannten  Fabeln,
Vat.  133  —  128  ed.  Eherh.  V.  5  hat  V  das  schon  von
Knoche  vorgeschlagene  euöu,  nicht  euGup,  welches  von  Furia  herrührt ­
  ;  da  nun  euG'u  sehr  häufig  statt  euGbp  gebraucht  wird  (worüber
Thesaurus  Tom.  III.  p.  2291),  so  ist  die  Umstellung  der  Wörter,
die  Eberhard  vorgenommen  hat,  überflüssig  und  der  Vers  lautet:
■f]  8’  euöb  Tcp'op  xäS’  ebcev  v)  ßaGir/vibiJUdv.
In  dem  Epimythium  dieser  Fabel  hat  V  Sia  t'o  tw  t^eiSei,  nicht
St«  t'o  tö  ipeöSop,  was  von  Furia  herrührt.  Die  Construction  ist
klar:  cia  t'o  cpiXefv  tu  ilsüSei  ouvotzsiv.
Vat.  134  =  130  ed.  Eherh.  Der  Anfang  dieser  Fabel
ist  in  V  viel  corrumpirter  als  selbst  in  der  bodleianischen
Paraphrase  (105).  V.  1  ypa^ovTi  V  ypasovTa  Furia.  —  V.  4  hat
V  das  Richtige  spsuvfaap,  d.  i.  epsuv^cra?,  das  bereits  Coraes  statt
des  sinnlosen  epaviaap  Furia’s  vermuthete.  —  V.  5  avairpotausi  V.
—  V.  10  liest  V  nicht  tic  ö4s  nach  Angabe  Furia’s,  sondern
oite  Tip,  das  bekanntlich  schon  durch  C.  E.  Schneider  in  den
Text  eingesetzt  worden  ist.
Vat.  136  —  131  ed.  Eherh.  In  V.  1  ist  die  Aenderung
des  ”Oip  tu;,  was  Fhat,  in  Oiöv  Tip  überflüssig  und  sinnstörend;
die  Ueberlieferung  wird  auch  durch  eine  neue  Fabel  (Vat.  135)
bestätigt,  wo  eine  Aenderung  unmöglich  ist.  —  V.  3  hat  V
(sic!);  die  Conjectur  aijibvovr’  scheint  das  Richtige  zu
treffen.  —  Die  folgenden  Verse  sind  jedoch  derart  verderbt,
dass  sich  kaum  das,  was  mit  den  Worten  gesagt  werden  soll,
mit  Sicherheit  errathen  lässt;  doch  hat  V  in  V.  6  nicht  yevvä
toi,  wie  Furia  las,  sondern  yevvvfcsi;  der  Sinn  der  drei  Verse
scheint,  abgesehen  von  den  mir  unklaren  vorhergehenden,  etwa
folgender  zu  sein:  ,Aber  was  wird  die  Nahrung  der  Erde  auf
den  Bergen,  diese  dürftige,  von  Thau  bedeckte  Weide  Blühendes
und  Fettes  hervorbringen?'  Dann  würde  die  Stelle  mit  Benützung ­
  einiger  Verbesserungen  Eberhard’s  etwa  folgendermassen
  lauten:
aXXa  yfc\  Tpoipyj  yaiv;p
airao’  h  opeoiv  euGaXep  t!  y£vvy)(jei,
ßoTavvj  y’  «paif;  xa!  Spcaou  YSHioöelaa;
            
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