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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

Neue  Fabeln  des  Babrius.

675

Das  metrische  Epimythium  fehlt;  das  prosaische  ist  abgekürzt:
’o  p,u0o?  ’kp'oq  tou?  avx't  x.xX.
Vat.  88  —  A  90.  Die  Fabel  zeigt  ausser  Schreibfehlern
in  V  keine  Abweichung  von  A.
Vat.  90  —  A  100  (Eberh.  99).  V.  1  asxöv  V  aiexüv  A;
aexoq  ist  Emendation  Furia’s,  hervorgerufen  durch  das  in  V
fehlende  rtq.  —  V.  2  hat  V  /w  statt  x6>,  nicht  wie  Furia
las.  —  V.  3  das  verderbte  aXX’  evs^upov  8tbc-ei<;  V  übereinstimmend ­
  mit  A.  —  V.  4  hat  A  das  corrumpirte  xa  dr/uranspa  cou,
woraus  durch  Emendation  verschiedener  Gelehrten  xandwcepov
cou  entstand;  an  sich  dem  Sinne  vollständig  entsprechend;  doch
noch  einfacher  und  ansprechender  ist  die  Lesart  des  V,  auf
die  auch  die  des  A  zurückzuführen  sein  dürfte,  x<Lx.uirrep«  cou;
denn  dies  und  nicht  xa^üxxepöv  je,  was  Erfindung  Furia’s  ist,
steht  im  Codex;  der  Vers  lautet  also:
aXXa  y’  evejrupov  owjeic
xwxuTixepw  jou  p.i;  p.sQisvai  maxiv.
Vat.  97  —  A  101.  V.  2  hat  V  aux'ov  mit  A;  .auxov  ist  Verbesserung ­
  Furia’s,  veranlasst  durch  das  Verschreiben  des  V  im
Folgenden  t/A'kei  statt  iT.ev.akouv  A.  —  V.  3  ^ve-py-ev  V.  —  Ibid.
jupnp(Xtov  V.  ■—V.  7  lässt  V  w;  aus,  und  der  Vers  wird  dadurch
ein  zwölfsilbiger.  —  V.  8  st?  -—  jupv-pwiv  V  sv  —  cuy/.pijEt  A;
die  Schreibung  des  V  erklärt  sich  durch  den  byzantinischen
Sprachgebrauch,  sip  c.  acc.  statt  ev  c.  dat.  zu  setzen.  —  In  der
Lesart  des  letzten  Verses  fahr}  stimmen  V  und  A  überein;  doch
ist  sie  des  vorausgehenden  epaivv;  wegen  unerträglich;  Nauck’s
Vorschlag  yivp  hilft  dem  Uebelstande  ab;  vgl.  54,  3.  4.  88,
15.  16.  —•  Im  prosaischen  Epimythium  lässt  V  y.avxeuOev  und
EyEtxa  weg.
Vat.  114  =  A  114.  V.  3  Xap/rcEtv  a:xaciv  «rapsusaxaxov  <pEpyoq
  V  übereinstimmend  mit  A;  da  jedoch  Babrius  oq  am  Versschlusse
  nicht  zugelassen  zu  haben  scheint  (die  verschwindend
kleine  Anzahl  von  Versen,  wo  dies  trotzdem  vorkommt:  68,6
(itpöxoi;)  106,  26  (ä'kkoq)  2  Pröoem.  5  (Xtßu;  xiv6?)  ist  handschriftlich ­
  unsicher  überliefert  und  zum  Theil  bereits  emendirt),  so
ist  wohl  Eberhard’s  durch  Umstellung  der  Wörter  vorgenommene ­
  Emendation  zu  billigen;  nicht  nothwendig  dagegen  ist
Sitzungsber.  d.  phil.-hist.  CI.  XCI.  Bd.  II.  Hft.  44
            
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