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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

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K  n  ö  11.

standen  zu  sein;  vgl.  52,  1:  Ei?  acw  TExpobwXov  appEVE?  xaupoi
AgaHav  u>p.oi?  slXy.ov.  —  V.  3:  o  Be  V  aut'ov  A;  6  oe,  metrisch
zwar  unrichtig,  bestätigt  die  Conjectur  von  Fix,  der  aü-rb?  statt
des  Acc.  herstellte.  —  V.  4:  -po^Eu/sTc  jj.cv«  diravTWv  V  -pcarV/ßV
ov  p.ovov  irävxwv  A-  die  Lesart  des  V  beruht  jedenfalls  auf  Verschreibung; ­
  auch  die  unaugmentirte  Form  Ttpoasu^eTo  ist  unrichtig, ­
  da  Babrius,  wenigstens  nach  der  Ueberlieferung  des  A
zu  schliessen,  in  ähnlichen  Fällen  das  Augment  zu  setzen
pflegt:  3,  9  (yjuotoyjr^a)  10,  8  (y;u‘/_e9’)  22,  9  (rjupisys;  Suidas
las  an  dieser  Stelle  eiiptcxs)  63,  4  (ircpocYpxsP)  103,  10  (■yppyjz.ef)
118,  2  (r ( ü0£Ti^Ev).  —  V.  5:  Osuv  ezeivu  mj  tjoaIA  Biapivio  V  0swv
aXvjöö?  •jrpoaey.üvE'.  y.ai  xi'p.a  A;  ist  das  Wort  oiapivw  in  der  Ueberlieferung ­
  des  V,  wie  es  den  Anschein  hat,  aus  dfxeivw  entstanden,
dann  dürfte  der  Stelle  in  V  etwa  folgender  Sinn  zu  Grunde
liegen:  der  Fuhrmann  flehte  den  Herakles  an  als  einen
Gott,  der  für  ihn  besser  war  als  andere  Götter.  Dies
wäre  daun  blos  Umschreibung  des  Verses  in  4.  —  V.  6:  aü-o?
V  0so?  A:  o  0ecc  Eberhard.  —  Den  letzten  Vers  sah  der  Abschreiber ­
  offenbar  als  nicht  zur  Fabel  gehörig  an;  denn  er
setzte  vor  "O-av  einen  Doppelpunkt  (:)  und  schrieb  das  '0  mit
rother  Tinte,  wie  wenn  damit  das  Epimythium  begänne;  damit
mag  vielleicht  auch  die  sinnlose  Aenderung  p.v)  \>Ar/jv  eü?y]  statt
p.cavjv  eli^v)  A  Zusammenhängen.
Vat.  20  —  A  120.  Diese  Fabel  ist  im  Vat.  bedeutend
abgekürzt;  für  Babrius  ist  höchstens  so  viel  daraus  zu  gewinnen, ­
  dass  sie  zeigt,  wie  leicht  in  byzantinischer  Zeit  der
politische  Vers  den  Choliambus  verdrängt  und  wie  leicht  Abkürzungen ­
  von  Fabeln  entstanden.  Nur  V.  8  hat  V  mit  A
-/tohbv,  an  dessen  Stelle  mit  Recht  aus  Paraphrasen  -/Xojpbv  in
den  Text  gesetzt  worden  ist.
Vat.  30  —  A  27.  V.  2:  ßaXwv  üoätuv  cuvsysTa  (sic!)  V  uSaxwv
cuvayyta  y.oiArj  (om.  ßaXibv)  A;  xoiXyj  in  A  scheint  Glossem  zu
cuvayyfa  zu  sein.  Die  erste  Silbe  von  üBwp  kann  bekanntlich
sowohl  kurz  wie  lang  gebraucht  werden;  bei  Babrius  kommt
es,  abgesehen  von  unserer  Stelle,  noch  viermal  und  zwar  stets
im  Singular  (Nom.  oder  Acc.)  vor;  ö  verlangen  die  Stellen
25,  2  und  72,  6;  u  36,  5  und  43,  2.  Die  wahrscheinlichste  Emendation
  nach  der  Ueberlieferung  des  V  scheint  mir  folgende:
ßaXXwv  üäaxo?  sv  GuvayzEtr).
            
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