Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

Neue  Fabeln  des  Babrius.

669

A  im  Gegensätze  zu  anderweitig  überlieferten  Varianten  herrscht
blos  an  folgenden  wichtigeren  Stellen:  83,  1.  2  haben  beide
Handschriften  die  bekannte  Lücke  von  mindestens  zwei  Halbversen.
  120,  8  haben  beide  ywX'ov  im  Gegensätze  zu  dem  aus
anderen  Quellen  stammenden  yXwpov.
Diese  Stellen  sind,  wie  man  sieht,  verglichen  mit  denen,
an  welchen  beide  von  einander  abweichen,  verschwindend  und
sie  drängen  zum  Schlüsse,  dass  Vaticanus  einer  von  Athous
bedeutend  differirenden  Handschriftenfamilie  angehört. ­

Ebenso  auffallend  ist  sein  Dissens  vom  Exemplare  des
Suidas;  er  scheint  blos  deshalb  gering,  weil  ja  die  Zahl  der
von  Suidas  citirten  Babriusstellen  eine  beschränkte  ist:

Vaticanus.

Suidas.

88,  17  f:  oütw?  (8vfu>g  A.)
Nuv  smv  upt)  (ebenso  A)
88,  18:  bOCka/oö  (ebenso  A)
88,  19:  mi'oc,  gcuto)  (auch  A)
124,  13:  tou  li'fouq  (fehlt  in  A)
„  „  ouvyjaa?

öpy]
Nuv  eariv  OVTWC'
ex  xoraov
auxb?  ap.a
TCTaipou
ßo  ijcaq

Uebereinstimmung  zwischen  beiden  gegenüber  der  durch
A  überlieferten  Lesart  blos  33,  2:  aitetpa?  Vat.  Suidas.  püjia?  A.

Also  auch  von  dem  Exemplare  des  Suidas  weicht  der
Text  des  Vat.  ab,  so  zwar,  dass  er  in  der  Mehrzahl  der
Stellen  sogar  mit  A  übereinstimmt.  Nun  habe  ich  in
der  oben  erwähnten  Abhandlung  ,die  babrianisehen  Fabeln  des
Codex  Bodleianus  2906'  nachgewiesen  (p.  29  f.),  dass  auch  der
Archetypus  dieser  Paraphrase  einen  sowohl  von  Athous  als
von  dem  Exemplare  des  Suidas  abweichenden  Text  hatte.
Fragen  wir  nun  nach  dem  Verhältniss  zwischen  diesem  und
dem  Vaticanus,  so  kommen  folgende,  der  Zahl  nach  geringe,
aber  belangreiche  Stellen  in  Betracht:  Uebereinstimmung  besteht
zwischen  beiden:  21,  9.  10  ist  die  Aufeinanderfolge  der  beiden
Verse  im  Vat.  und  Bodleianus  dieselbe  gegenüber  von  A.
114,  6.  7:  !pedve  Xuyvs  y.al  ai'ya  i(Sv  aarsptov  io  fi'fyog  ouioi  exXewcei
Vat.  Bodl.  90.  ßafov  ^v  Xü/you  uveup.«  twv  S’  äoiepor/  i'o  <fiy'{°Q
oir/.  üioOrfcyt.et  A.  117,  2:  iowv  ti?  äbiy.to?  sXeye  tou?  Osouc  xpivetv
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.