Neue Fabeln des Babrius.
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Verse) umgestaltet sind; so 27, 2 eiwye ßaXwv üodxwv auve/eta
(sie!); 68, 8 durch Verwandlung des slaxvp/.ei in sgxyj; 68, 9 [;/) statt
pwjoe einsetzend; 114, 4 Tcvsüoavxo; für aupi'aävxo<;; 116, 5 x'ov avBpa
auxi)? euSovxa e'/.Xraouca statt x'ov avop’ eauxv)? y.axahraoüo'a y.oiixäaQai;
12, 22 avopa y.ai tioXiv p.sx’ aö^va? ezcpeu-fw statt p.exd xd? ’ABvjva?
ÄvBpa y.ai uohiv wEyu; und ähnliches sehr häufig.
Ich brauche nicht zu bemerken, dass uns diese Willkürlichkeiten
des Schreibers bei den Herstellungsversuchen zu den
grössten Aenderungen berechtigen; aber selbst mit diesen ist
oft eine Wiederherstellung des Textes nicht möglich.
Zunächst ist für die Textgeschichte der Fabeln des Babrius
die Frage wichtig, welches das Verwaudtschaftsverhältniss
zwischen den einzelnen Codices ist, aus denen uns theils vollständige
Fabeln, theils Bruchstücke in grösserer Zahl überliefei't
sind. Es ist diess der Codex Athous (dessen Lesarten
ich nach der Ausgabe Eberhards citire), der Codex Vaticanus
und die von Suidas angeführten Fragmente. Die anderen
Quellen der Ueberlieferung (Tzetzes, Dositheus, Codex Gudianus)
kommen hier nicht in Betracht, da die durch sie überlieferten
Fabeln theils mit den durch Athous und Vaticanus
bekannt gewordenen nicht übereinstimmen, theils zu kurz sind,
als dass man sich aus ihnen ein endgiltiges Urtheil hierüber
bilden könnte. Ueber diesen Punkt zur grösstmöglichen Klarheit
zu gelangen, scheint von Wichtigkeit bei Handschriften,
die derartig von einander abweichen, dass eine Emendation
der einen aus der andern beinahe gewagt scheint.
Was nun zunächst das Verhältniss des Vaticanus zum
Athous betrifft, so hat in jüngster Zeit S. A. Naber (Mnemosyne
nova ser. vol. IV. 1876) auf Grund der ihm vorliegenden 15 Fabeln
des Vaticanus nach dem Texte Furia’s die Behauptung aufgestellt,
dass beide Handschriften einer llecension angehören:
p. 397: recensio fabularum eadem est quae in Atlioo codice; p. 402:
Codex Vossianus Dosithei — et Codex Vaticanus, quo Furia usus
est, itidem in plerisque conspirani cum Athoa recensione. Diess
Urtheil lässt sich jedoch mit dem thatsächlichen Verhältniss
beider Codices nicht in Einklang bringen; dagegen spricht 1
1 Ich beschränke mich hier auf die Anführung weniger, aber beweiskräftiger
Stellen, da eine vollständige Angabe der Varianten ohnedies
weiter unten folgt.