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K n 6 11.
Die Zahl der Fabeln beträgt also 245. An drei Stellen zeigt
die Handschrift Lücken, die durch das Herausreissen der auf
Blatt 36, 41 und 51 folgenden Blätter entstanden sind; das
eine Mal fehlt ausser anderm der Anfang der Fabel 78 (= Cor.
205) von Köpai; bis EireXdQeio; das andere Mal wurde in der mit
Bodleianus 75 übereinstimmenden Fabel 87 (= Cor. p. 408)
die bekannte grosse Lücke geschaffen und von der in politischen
Versen abgefassten Fabel 116 (Mus BötTpayo?) sind nur die
folgenden zwei Verse übrig geblieben:
Mus xepcralos e®iXid)0r] ßaxpdy/o.
6 ouv ßaxpayos p.uv xaXei auvSeiTCVYjaai.
In dem Codex ist blos eine Hand erkennbar; Correcturen
einer zweiten Hand kommen nicht vor. Das letzte Blatt (106)
hat durch Feuchtigkeit und Insektenfrass ziemlich stark gelitten,
die dadurch entstandenen Löcher sind theilweise mit
neuem Papier ausgebessert; daher sind die Fabeln 241 und 242
stellenweise ziemlich schwer lesbar; auch scheint überdiess am
Schluss noch ein oder das andere Blatt ausgefallen zu sein.
Die Anordnung der Fabeln in der Handschrift ist die
gewöhnliche zcroc uxoi/eiov von Fabel 1 bis 232; die anderen
zehn Fabeln, die dieselbe Hand hinzufügte, folgen ohne bestimmtes
Gesetz auf einander (?. s. y.. •/.. /.. v.. s. •/.. -/.. •/..). In
dem Codex wimmelt es förmlich von Fehlern jeder möglichen
Art; alle Arten itacistischer und anderer Schreibfehler bis zu
den gröbsten Wortverwechslungen und zur Entstellung des
choliambischen Rhythmus durch einfachen politischen Vers
lassen sich aus demselben mit den schlagendsten und interessantesten
Beispielen belegen. Auf sie näher hier einzugehen
ist nicht nothwendig, da ohnedies aus der weiter unten
angegebenen Varians scriptura zu den neuen Fabeln klar wird,
wie gering die orthographischen Kenntnisse und das Verständniss
für Sprache und Vers bei dem byzantinischen Schreiber waren.
Sind nun auch die Fehler, die den Text der Handschrift entstellen,
arg, so werden sie noch vielfach überboten durch die
von Furia selbst in dem Abdruck der erwähnten Fabeln gemachten
Versehen; denn nicht all das Fehlerhafte, das sich
in diesem findet und zum Theil erst wieder durch spätere Gelehrte
(zumeist von C. E. Ch. Schneider) verbessert worden
ist, findet sich auch im Codex; es entstand zum Theil durch