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Furia entgangen war, das erkannten die folgenden Herausgeber
äsopischer Fabeln: so fand A. Coraes, der für seine in demselben
Jahre zu Paris erschienene Ausgabe 1 die Sammlung
des Florentiner Herausgebers benützte, sowohl die in choliambischen
wie die in politischen Versen abgefassten Fabeln zumeist
mit richtigem Blicke heraus; ebenso C. E. Ch. Schneider,
der die Florentiner Ausgabe Furia’s in Leipzig wieder abdrucken
liess 2 und in den der Ausgabe vorangeschickten Notae
criticae einige der ärgsten Versehen und unglücklichsten Emendationen
Furia’s aus dem Texte entfernte. Und der folgende
Herausgeber, J. Gottlob Schneider Saxo, welcher aus dem durch
Lessing bekannt gewordenen Codex Augustanus der Wolfenbüttler
Bibliothek eine neue Edition 3 veranstaltete, nahm die
choliambischen Fabeln des Vaticanus nebst den durch Tzetzes
und Dositlieus bekannt gewordenen, den Bruchstücken aus
Suidas und den durch Tyrwhitt aus dem Bodleianus reconstruirten
Versen als Fabeln des Babrius in den Anhang seiner
Ausgabe auf. Die Erkenntniss, dass einige Fabeln des Vaticanus
Furia’s ohne Zweifel auf Babrius zurückzuführen seien, führte
zu der Annahme, dass dieser Codex möglicherweise die Fabeln
des griechischen Dichters vollständig enthalte; eine Hoffnung,
die ja selbst nach dem glücklichen Funde der Athoshandschrift
durch Menoides Menas ihre volle Berechtigung hatte. Es
scheinen daher verschiedene Versuche gemacht worden zu sein
diesen Codex wieder zu finden und auszubeuten. Einen solchen
machte Niebuhr, der mit gewohntem Scharfblick das Wichtige
des Furia’schen Fundes erkannt hatte; doch aueh sein Bemühen
war erfolglos und der Codex galt seither für verschollen.
Und so war denn noch Halm der Ansicht, dass das Unverständniss
Furia’s und der dadurch herbeigeführte vermeintliche
Verlust der vaticanischen Fabelhandschrift uns die Hoffnung auf
1 MuGcov AtatoTCefcov auvaycDyr], in nap^pycov IXXt]Vlx% ß'.ßXioörjx.T)!; Top.o<;
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2 AicKüTCoo (jluQoi. Fabulae Aesopicae a Francisco de Furia Florentino tum
primum e codicibus editae tum aliunde collectae. Notas criticas et indicem
graecitatis adiecit C. E. Ch. Schneider. Lipsiae 1810.
3 MuOoi AZckütceTqi. Fabulae Aesopiae e codice Augustano nunc primum editae
cum fabulis Babrii choliambicis etc. rec. et em. Jo. Gottlob Schneider Saxo.
Vratislaviae 1812.