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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

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Pichler.

Petronell  4452,  Alt-Ofen  Eph.  701.  Vgl.  Annii  in  Desjardins
Monum.  hongr.  Nr.  136,  192,  324.
Das  Cognomen  Botta  ist  für  Norico-Pannonien  neu  und
erscheint  auch  nicht  in  Hispania  und  Britannia,  Gallia  (vgl.
CIL.  V,  2).  Wol  kennt  man  zu  Cili  einen  Bote  Noni,  mit
vielen  Anderen  im  Widmungsstein  für  J.  O.  M.  5191,  Ciantull,
Jantull,  wohl  lauter  Männer  des  dritten  Jahrhunderts;  auf  dem
Helenenberge  bei  Virunum  eine  Botuca  Maciovindi  6495  (Eph.
947)  und  zu  Himmelberg  einen  Bottio,  eine  Bottia  Bottionis
4915.  In  Britannia  und  Hispania  lesen  wir  höchstens  Betto,
Bitucus,  Bitorix,  Bouti,  Butrin,  Butur,  Pottacus,  dann  Bodecius,
Bodon,  Boudica,  Boudinna,  Boutius,  a,  Boutea,  Butrio,  Potus
(CIL.  S.  734  f.),  Botia  (Eph.  322),  Boticius,  Bode  (Eph.  II,  3,
8.  243).
Die  Namen  Ingenuus,  Sabinus,  sind  wie  Secundinus,  a,
häufig  und  sei  höchstens  in  Betreff  des  möglichen  Vitalinus
hingewiesen  auf  den  Vitalianus  zu  Mitrovics,  Zeit  Gallienus,
3228,  Salzburg  5534,  Neustift  bei  Alt-Ofen  3545.
Das  seltsame  Defunctus  gesellt  sich  den  wenigen  Erscheinungen ­
  dieser  Art  zu,  beispielsweise  Leibnitz  5376,  Sachsenfeld ­
  5116,  Pettau  richtig  Neumarkt  5056,  Grätz  5699,  Klagenfurt
4876,  Salzburg  2774,  Inzersdorf-Petronell  3462,  Wienerfeld  3541.
Das  Landesgeläufigere  ist  bekanntlich  Obitus  mit  der  Form  ©
und  f©,  auch  einzeln  *©■  und  0,  vgl.  Mitth.  XIX,  101  und  CIL.
IH,  2  Index  S.  1186.
5.  Ara-Bruchstück.  Fundstelle  Liebmanngrund,  Krystallinmarmor,
  hoch  58,  breit  56,  dick  41  Cm.  J.
Ueber  den  Buchstaben  EN  die  Leiste  für  den  Auslauf
der  zwei  gekehlten  Bogen,  ähnlich  der  Ara  der  Fortuna  stabilis
zu  Cili,  des  J.  0.  M.  zu  Alt-Ofen,  Desjardins  Nr.  11,  II.  Der
Schriftrest  war  (vor  dem  Transporte)  in  der  Buchstabenhöhe  von
6  Cm.  am  meisten  ähnlich  wie:
GENIO
S  C  VD
oder  S  C  V  0,  jedoch  das  G  nur  oberhalb,  das  0  vorderhalb
und  die  Unterzeile  überhaupt  nur  in  der  Oberhälfte  sichtbar.
Möglich  sind  hier  vier  bis  sechs  Buchstaben;  noch  folgten
darnach  mindestens  zwei  Zeilen  Schrift.  Um  den  möglichen
            
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