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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

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Pichler.

grüne  Blätter.  Ein  himmelblaues  Farbwandstück  fand  sich  im
Mosaikgemach  unter  der  gebrochenen  Steinchen-Decke  der  südwestlichen ­
  Ecke.  Braunroth  mit  Randliniirung,  stumpfwinklicht.
Ein  Wulstanwurf,  rundlich,  roth.  Sämmtlich  Ulrichgrund.  J.
7.  Ferner  25  Stück  bis  zur  Länge  von  17  Cm.;  Roth
mit  gelben  Randstreifen  und  Feld  weisslichgelb;  Weiss  mit
braunrothem  Rande;  Grasgrün,  feinweiss,  darin  eingeritzte
Streifen,  dick  1  Mm.  in  stumpfen  Winkeln.  Ein  Rothstück  in
Dicke  7  Cm.  mit  dem  Mörteleindruck  eines  Cylinderziegels.
Liebmanngrund.  J.
8.  Farbwandstück,  gelblich  mit  Bogenstreifen,  braun,  röthlich,
  grau,  rückwärts  Stuccadorstab-Eindrücke  und  ein  hohler
Durchzug  i  '  i,  Fund  zu  Wagna,  Kögelzenz,  vormals
in  der  Sammlung  des  leibnitzer  Stations-Chefs  J.  Pöschl.  J.
Farbwände  in  den  Aeckern  Pichler  etc.
9.  Der  Mosaikboden,  zu  dessen  Gemache  von  DH  zwei
Thüren  von  Ost  her  führten,  gehörte  wohl  dem  elegantesten
Raume,  allenfalls  einem  bedeckten  Atrium,  nicht  einer  Badekammer, ­
  an.  In  einer  Länge  von  Nord  nach  Süd  mit  7-20  M.
und  einer  Breite  von  West  nach  Ost  5‘90  bis  6  M.  und  einer
Fläche  von  43'20  Quadrat-M.,  ruhte  er  auf  einer  Untermauer
von  circa  30  Cm.  Mächtigkeit.  Die  Hauptmotive  seiner  Figuration, ­
  welche  die-  Abbildung  besser  veranschaulichet  als  das
Wort,  sind  die  Frieseinfassung,  das  Vasen-  und  Guirlandenwerk
  aus  den  vier  Ecken  und  die  concentrischen  Mittelkreise,
dazu  ein  Anhang  im  Süden.  Im  innersten  Kreise  steht  der
Adler  linkssehend,  umkränzt,  schwarzgrünlich  in  Weiss,  nicht
unähnlich  der  Frontispiz-Figur  mancher  Grabsteine  in  Pettau,
des  Bonion  zu  Leibnitz,  des  Menelas  zu  Adriach.  Darauf  folgt
ein  Knoten-  oder  Schlingenkreis  von  Röthlich  und  Grau,  dann
ein  Kreisband  von  Schnecken-  oder  Kettenornament  (spira,
Mäander),  die  Einrahmung  rothgelblich  auf  Weiss;  ferner  vier
Reihen  Kreise  mit  Dreiecken  bestellt,  schwarz  in  Weiss,  endlich
die  Umfassung  mittelst  eines  Kreisbandes  mit  Bogeneinwindungen, ­
  schwarz,  roth,  weiss,  ähnlich  der  Kreiswindung  auf
dem  Betuscus-Steine  zu  Pettau.  In  jeder  der  vier  Ecken  steht
eine  Vase,  zweihenkelig  mit  gegliedertem  schmalem  Fusse,
mehrfärbig  gestreift,  mit  Blumenstab,  Nestern,  Ranken,  Blättern;
die  äusserst  zierlichen  und  freivariirenden  Gewinde  und  Ausläufer
            
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