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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

Archäologische  Grabungen  in  den  Gebieten  von  Solva  und  Teurnia.

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In  Beschreibung  der  einzelnen  Fundstücke  unterscheiden
wir  :  I.  Baustein-  und  Mauerwerk  (Mörtel,  Farbwand,  Mosaik).
II.  Glas.  III.  Metall  (Blei,  Bronze,  Eisen,  Silber,  Anhang
Münzen).  IV.  Organisches  (Pflanzlich,  Thierisch).  V.  Stein
(Relief,  Schrift,  Statuarisch  etc.).  VI.  Thon.
I.  Baustein  und  Mauerwerk.
1.  Thürsteine  mit  Eisen,  vorfindig  im  Ulrichgrund.  Im
Felde  des  Thorschneider  vor  Leitring  und  Landschabrücke,
von  der  leibnitzer  Strasse  südlich  herab  und  gerade  unter  den
Aeckern  des  Kögelzenz  (Fundstelle  des  Grabsteines  L.  Memmius
Andria,  s.  Joann.  Jahresb.  über  1876,  S.  16),  stiess  der  Besitzer
nach  April  1876  auf  eine  ,Thüre‘  (Thürstein)  mit  Mauern,
Fussbodensteinchen,  Münzen  in  Silber  und  Bronze.
2.  Marmorplatten,  8  Stück,  Pichleracker.
3.  Steinplättchen,  polirt,  in  der  Mitte  ein  hervorgehobener
Streifen,  Liebmanngrund,  J.
4.  Capitäl-Fragmente,  3  Stück,  weisser  Marmor.  Acker
des  Amtmann-Schwab  in  Landscha,  J.  Säulengang,  Säulenschäfte ­
  fand  man  zu  Cili  1846  (W.  Jahrb.  B.  115,  S.  32),
auch  Marmorgebälkstücke  mit  Hohlkehlen,  Zahnschnittstab,
Eierstab-Ornament  (1861,  AfköG  Q.  33,  42).
5.  Säulenschaft,  roh  ausgearbeitet,  Aflenzer  Steinbruch,
Eingang  von  der  leibnitzer  Seite,  Eigenthum  des  Bruchweber,
Pächter  Kolb  in  Leibnitz.  Mauerführungen  mit  weissen  Marmorund
  Schieferplatten,  mit  Ziegel-  und  Thongefäss-Scherben,  mit
rötlilichem  Verputzboden  und  Farbwandstücken  finden  sich  in
den  umgebenden  Aeckern  des  Pichler,  des  Lori-  und  Troderbauer;
  in  Mayers  Acker  Scherben,  Sigillata  und  Münzen.
6.  Farbwand  auf  Mörtelauflage  bis  zur  Dicke  von  6  Cm.,
die  Stuccadorstab-Rinnen  meist  verkohlt.  Eine  Mustersammlung ­
  von  50  Stück  bis  zur  Länge  von  22  Cm.  zeigt:  Weiss
mit  rothem  Bande,  mit  grünen  Bogenführungen,  fein;  weiss
mit  grünen  Streifen,  detto  zwischen  Grün  und  Roth;  Grau  mit
weissen  Grossblumen,  rothgefüllt;  Graublau  mit  Weissstreifen;
Grauroth  mit  weissen  Tupfenreihen,  detto  mit  Feuerroth;  Roth
mit  grossen  weissgrauen  Bogenführungen,  Ockergelb  mit  Feuerroth, ­
  mit  Graiu-oth,  darin  weiss  und  blaue  Scheiben;  Feuerroth, ­
  unten  drei  Reihen  weissgelber  Punkte,  darüber  hinaus
            
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