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Pichler.
29 Cm.); dazu eine Wölbung, in deren Nähe weisser Verputz,
Knochen, halbcylindrische und Wänneleitziegel, auch gefalzte
Thonplatten. In D die Breite von West nach Ost 3’5 M.,
unten 2-60. B scheint ein grösstes Gemach, der Verputzboden
reicht bis an die Westmauer des Mosaikboden-Gemaches,
dick 7 bis 10 Cm.; hier Topfscherben. In K Thonscherben,
Sigillata. In L ein Mittelraum von West nach Ost, Abstand
der Ecke, jenseits welcher die Pforte und die Auftrittsteine
der Mauer des Mosaikzimmers, an 8 M.; hier die Knochen.
In P nächst der nördlichen Ecke ein starker Bau von Dicke
68 Cm., eine Thürlücke mit vorgelegtem Stufenstein, lang
180 Cm. Unten längs der Südlinie ein von West nach Ost
gehender paralleler Canal von Steinplatten mit Ziegelumpflasterung,
durch Bruchsteine bedeckt; um das Rundstück, ein kleines
Reservoir in der Mitte (das 1 M. tief befunden wurde), schlossen
sich rings die Ziegel an. Hier die Fundstellen von Münze,
Schlüssel, Jupiterstatuette. Ein ähnliches Rinnsal zu Salzburg,
Chiemseehof, im Hypocaustum. Mitth. d. Central-Commission
1868, S. 58 Fig. 3. Vgl. Sacken, Carnuntum, Sitzb. d. k. Akad.
d. W. IX,-692 und Ofen in Mitth. d. Central-Commission II, 281.
Die! Structurverhältnisse sind namentlich deutlich an der
Süd-Ost-Ecke ersichtlich: Von der Erddecke ab nach 22 Cm.
(auch 10 bis 30) ein Lehm verputz mit wenig kleinen Ziegeln
oder Kalkverputz von 8 bis 10 Cm. Dicke. Es folgen runde
Flusssteine (darunter hie und da noch eine Kalkschichte von
3 bis 4 Cm.), alsdann die feste Erde, so dass die starken
Mauern der Gemach-Ecken noch viel tiefer stehen, also die
Erdschichte sich über dieselben hereingeschoben hat.
Die grossen Falzziegel stecken in der Mauer wagrecht
und tragen zunächst Mörtel, dann Stein, dies in zwei bis fünf
Fig. 3. Reihen. Fig. 3. Die Mauern,
—i bis 60 Cm. dick, sind an den
3^ Ecken sehr kräftig gehalten
und haben dort nach Verlauf der blossgelegten Höhe von 85 Cm.
einen Vorsprung um 5 Cm. und stehen im Ganzen bis L95 M.
Höhe. An manchen Stellen reicht die feste Lehmverputzfläche
auch über die Grundmauern hinweg. Eine Kohlschicht strich
20 Cm. unter der Verputzfläche, 15 Cm. unter der blossgelegten
Mauerhöhe, namentlich an der Westlinie, hin.