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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

Pichler.  Archäologische  Grabungen  in  den  Gebieten  von  Solva  und  Teurnia.  613

Bericht  über  die  von  Sr.  Majestät  dem  Kaiser
dotirten  archäologischen  Grabungen  in  den  Gebieten
von  Solva  und  Teurnia.
Von
Dr.  Friedrich  Pichler,
a.  o.  Universitäts-Professor  in  Graz.
(Mit  1  Tafel  und  12  Figuren  im  Texte.)

Einleitung.
Zur  Vornahme  archäologischer  Grabungen  im  Gebiete
der  Römerstädte  Flavium  solvense,  Celeia,  Poetovio,  Virunum,
Teurnia  verlieh  Se.  Majestät  Kaiser  Franz  Joseph  I.  der  Vorstellung ­
  des  st.  1.  Münzen-  und  Antiken-Cabinetes  im  Joanneum
zu  Grätz  eine  Dotation  von  500  fl.  ö.  W.,  welcher  nachmals
ein  abermaliger  Beitrag  von  300  fl.  ö.  W.  folgte.
Der  Ausdruck  des  tiefergebensten  Dankes  an  den  hohen
Geber  sei  aller  weiteren  Berichterstattung  pflichtgemäss  vorangeschickt. ­

Die  Unternehmung  der  Ausgrabungen  bleibt  auch  zu  lebhaftem ­
  Danke  verbunden  den  tliätigen  Förderern,  Sr.  Excellenz
Herrn  Guido  Baron  Kübeck,  Statthalter  von  Steiermark,  und
dem  erblichen  Reichsrathe  Herrn  Grafen  Franz  von  Meran;
endlich  jenen  einzelnen  Persönlichkeiten,  deren  Thätigkeit  bei
den  beziehungsweisen  Grabungsstellen  hervorgehoben  werden
wird.  Die  k.  k.  Central-Commission  für  Kunst  und  historische
Denkmale  in  Wien  widmete  speciel  für  die  Untersuchungen
in  Teurnia  den  Betrag  von  50  fl.  ö.  W.  wie  ähnlich  schon  im
Vorjahre,  war  aber  in  diesem  Jahre  nicht  mehr  in  der  Lage,
Grabungen  zu  Virunum  auf  dem  Zolfelde  zu  subventioniren.
Da  die  Zuwendung  eines  grösseren  Betrages  für  die  letztgenannte ­
  Stätte  seitens  der  Central-Commission  neuerlich  in
Aussicht  gestellt  wurde,  so  entfiel  vorderhand  eine  planmässige
Grabung  auf  dem  Zolfelde  und  beschränkte  sich  die  Thätigkeit
hierselbst,  ungeachtet  günstiger  Grund-  und  Auskunftsangebote,
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