Die Römerorte zwischen der Traun und dem Inn.
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am Schlossberge von Linz zu. Von hier wandte er sich
landeinwärts über Leonding, Ruefling, die ,Ochsenstrasse* entlang
bis Alkoven, wo er mit dem Hauptstrange wieder zusammentraf.
Die Uferebene an der Donau war an ihren Endpunkten
mit zwei kleineren Posten, bei Fall nahe von Wilhering und
bei Aschach, in der Mitte mit einem grösseren, Marinianio
(Marinianis) bestellt, welche die ihnen entsprechenden Zugänge
in das Innere des Landes deckten. Zugleich bewachte das
Castell bei Fall in Verbindung mit jenem von Lentia den Eingang
und Ausgang der unteren Stromschlucht. Die Strasse
führte in der Richtung der heutigen Hauptstrasse durch die
Uferebene von Alkoven bis Pfaffing und sendete von diesen
Orten aus Zweige zu den Castellen bei Fall und Aschach.
Der gebirgige Theil des Uferlandes bis Passau zerfällt in
die obere enge mehrfach gekrümmte Stromschlucht bis Engelhartszell
und in einen etwas geräumigeren Thalweg von hier
bis Passau. Die Stromschlucht war, wie die untere, an den Ausgängen
von kleinen Castellen, dem schon genannten in Aschach
und jenem von Engelhartszell (Locus Salvatus? Castellum Salvatum
?) bewacht. An der Strombeuge bei Schlägen, nahe den
Mündungen der Michelflüsse war der Hauptort der Defensive,
Joviacum, ein Liburnarierposten der zweiten italischen Legion
und gleichfalls Sitz eines Präfecten. Den Untergang dieses
Ortes durch einen Ueberfall der Heruler erzählt Eugippius.
Weiter oben gegenüber der Mündung der Ranna lag Stanacum
auf dem Plateau der Donauleiten (Umgebung von St. Aegidl;
es bewachte in Verbindung mit einem kleineren Posten bei
Oberwesen oder Wesenufer die Schlucht des Kesselbaches.
Da es nicht anging, die Strasse längs der Stromschlucht
am Ufer zu führen, war sie in fast gerader Richtung von Eferding
nach Schlägen landeinwärts über das Gebirge tracirt. Von
hier bis Engelhartszell musste sie die Schluchten des Adlersund
des Kesselbaches in grossen Bogen umgehen und trat
zwischen ihnen an den Uferrand des Plateaus bei Oberwesen
und St. Aegid heran, was die unverhältnissmässig grosse Länge
dieser Strecke im Itinerar erklärt.
Der letzte Theil bis Passau bot nur eine Schwierigkeit
zwischen Mühlbach und Kasten. Steilabhänge des Ufers nöthigten
Sitzungsder. d. phil.-hist. Ci. XCI. Bd. II. Hft. 40