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die Topographie desselben nahe berührenden Punkte zu. Es ist
der Tod des presbyter spiritualis vitae, Maximianus, der von dem
Biographen des heiligen Severinus, Eugippius, erwähnt wird. 1
Zwei alte und angesehene Handschriften, die von St. Emeram
und eine von Dr. Beda Dudik (im Iter Romanum I, 62)
erwähnte und von Professor Dr. Anton Kerschbaumer herausgegebene
Lateranensische geben verschiedene Lesearten, welche
eine Streitfrage über den Schauplatz des Todes des Maximianus
hervorriefen.
Als der Heilige in Batavis (Passau) verweilte, liess er
eines Tages die Einwohner eines oppidum, dessen Namen und
Abstand von Batavis genannt wird, durch eine der Offenbarungen
Gottes ermahnt, deren er sich vielfach zu erfreuen
hatte, warnen, sogleich den Ort zu verlassen; wenn sie seinen
Auftrag missachteten, würden sie zu Grunde gehen. Die Einwohner
zweifelten theils an der Voraussagung, theils glaubten
sie die Warnung gar nicht, daher schickte der Heilige einen
zweiten Boten, Quintasius, mit der Weisung, sich möglichst
zu beeilen und den Einwohnern des betreffenden Ortes .zu
sagen, wenn sie noch diese Nacht dort verblieben, würden
sie sofort in Gefangenschaft gerathen (,Perge velocius, denuntians
eis, si hac ibidem nocte manserint, sine dilatione capientuP),
insbesondere solle er den presbyter Maximianus inständig warnen,
damit doch er die Verächter seiner Mahnung verlasse und sich
beeile durch die himmlische Barmherzigkeit gerettet zu werden.
Der Bote vollzog seinen Auftrag, fand abermals keinen Glauben
und eilte wieder fort, ohne im Geringsten den Wunsch des
Presbyter, sein Gast zu sein, zu erfüllen. In dieser Nacht
brachen die Heruler unerwartet ein, zerstörten die Stadt,
machten die meisten Einwohner zu Gefangenen und hingen
den Presbyter an den Galgen.
Der Codex von St. Emeram nennt das oppidum, von
dem die Erzählung handelt, Jopia, der lateranensische Joviaco,
1 C. 24. Vita S. Severini auctore Eugippio etc. edidit A. Kerschbaumer.
Scaphusiae 1862. — Der Herausgeber hatte ohne Dudik’s Notiz zu kennen,
den Codex im Archiv des Lateran aufgefunden und dessen Alter auf das
X. Jahrhundert bestimmt. — Neuestens benützte ihn Sauppe, letzterer in
den Monumenta Germaniae historica. Tom I, pars 2. Berolini 1877.