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und sei über das Plateau geführt gewesen, wofür der Meilenstein
am Schleistlieimerbache den Beweis liefere. Bezüglich
der Richtung des einen Stranges am linken Ufer der Traun
muss auf die Bemerkungen hingewiesen werden, die oben
darüber gemacht wurden; was den zweiten Strang betrifft, so
führte er — seine Existenz zugegeben — nicht in 20 Milien
nach Ovilava, er brauchte dazu mehr als 26, da Huber, wie
aus seiner Berufung auf den Meilenstein am Schleistheimerbach
zu schliessen ist, für ihn die Richtung über Neuhofen, Leonbach,
Blindenmarkt voraussetzt.
Allerdings nicht im Ausgangspunkt, wohl aber in den
praktischen Folgen trifft Iiuber’s Ansicht mit jener Mommsen’s
zusammen. Letzterer führt die uferländische Strasse über das
untere Ovilava (an der Traunmündung) nach Linz und so fort;
das obere Ovilava (Wels) sei mit der Uferstrasse durch einen
an der Traun abwärts laufenden Strang über Marinianio, das
14 Milien von Wels entfernt gewesen sei, verbunden worden,
also lag Marinianio zwei Milien oberhalb von Kleinmünchen. 1
Dagegen lief nach Mommsen die binnenländische direct von Enns
nach Wels; wenn sie nicht mit der ebengenannten Verbindungsstrasse
zusammenfallen sollte (Ovilia-Marinianio), so muss sie
durch das Ipfthal und über das Plateau laufend gedacht werden,
da es einen dritten Weg von 26 oder ungefähr 26 Milien Länge
zwischen Enns und Wels nicht gibt. Die Worte: ,scilicet statio
haec (Marinianio) in ea via (ripensi) fuit prope ostia fluvii
Traun et omnino convenit recta via ab Ovilavis ad Lauriacum
numerari M . P . XXVI, recta via ab Ovilavis ad viam ripensem
M . P . XIIIP 2 bestätigen dies. Die Verbindungsstrasse zwischen
Ovilava (Wels) und Marinianio und die binnenländische (Ovilava-Lauriacum)
der Mommsen’schen Führung fallen also mit den
zwei Strängen, die Huber voraussetzt, factisch zusammen.
Abgesehen nun von den Gründen, welche sich aus der
Untersuchung der in der Tabula befolgten Methode der Darstellung
von Knotenpunkten ergeben haben, ist die Annahme
1 Die Angabe, dass man von Wels mit 14 Milien zur uferländischen Strasse
gelange, ist nicht genau; man braucht nach der Linie der heutigen Strasse
(Marchtrenk-Hörsching) reichlich 16 Milien für diesen Weg.
2 C. J. L. III, 2, p. 681.