Die Röraerorte zwischen der Traun und dem Inn.
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diesem und mit der Ueberfuhrstelle bei dem Orte Traun, in
einer geraden Linie, so dass man Ansfelden und Hörsching
recht wohl als die beiden Brückenköpfe des Traunüberganges
bezeichnen kann.
Zweitens sind die beiden eben genannten Orte im Alter
gleich; auch der Locus Herigisinga bestand schon im VII. Jahrhunderte,
er wird zuerst zwischen 600 und 624 erwähnt. 1
Drittens ist Hörsching auch die Fundstelle von römischen
Reliefsteinen; sie wurden bei Erweiterung der Kirche
in der alten westlichen Abschlussmauer aufgefunden, sind aus
Tuffstein hergestellt und haben natürlich durch die Verwendung
als Baumateriale sehr stark gelitten. Da ich sie mit dem
Schleistheimer Relief nach den trefflichen Zeichnungen des
Herrn Otto Paar, Zeichnenlehrer der Realschule in Linz, demnächst
veröffentlichen werde, gebe ich hier nur eine oberflächliche
Beschreibung. 2
1 Urkundenbuch des Landes ob der Enns I, 437.
2 Der eine, 1-23 M. hoch und 0'54 M. breit, zeigt einen stehenden Krieger
von vorne, in voller Rüstung mit Schild und kurzem Schwert das er mit
der Rechten schultert.
Der zweite, dessen Maasse nicht angegeben sind, enthält eine
schlanke, nackte .Jünglingsfigur, mit langem Haar, die Rechte auf
das vorwärts geneigte Haupt legend, mit der Linken sich auf einen
Felsen stützend, der in der Zeichnung wie eine grosse Keule mit darüber
gelegtem Gewandstück (?) aussieht; die Füsse sind gekreuzt (rechtes
Standbein), neben dom rechten Fusse liegt am Boden ein Kopf mit aufwärts
gewendetem Antlitz (Narcissus).
Das dritte, am meisten verwetzte, 1'32 M. hoch, 0-57 M. breit,
verräth die Spuren einer Gruppe von zwei Figuren, eine wie es scheint
mit einem Lendenschurz und Stiefeln versehene, von rückwärts gesehene,
wendet sich gegen die andere um, von der nur mehr Contouren wahrnehmbar
sind.
Der vierte Stein, ein vierseitiges Prisma, enthielt an der Stirnseite
ein jetzt 055 M. hohes, bei 0'38 M. breites Relief, einen schreitenden
Amor, die Rechte erhoben (das Attribut nicht zu erkennen), am
linken Arm ein Gewandstück und einen Stab, hinter welchem der Flügel
sichtbar wird; die andere, nun eingemauerte Seite, hat nach Aussage des
Herrn Pfarrers Engelbert Müller, Hercules als Kind, die Schlangen
würgend, zum Gegenstand gehabt.
Das fünfte Relief endlich zeigt in einer oben bogenförmig abgeschlossenen
Nische von 0’G5 M. Höhe das Brustbild eines Mannes
Sitzungsber. d. phil.-hist. CI. XCX. Bd. II. Hft. 37