Die Römerorte zwischen der Traun und dem Inn.
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jenseitige Ebene. Der Thurm der Kirche ist von allen
Punkten der letztem, selbst noch von den Höhen um Linz
sichtbar, ein Zeichen der weiten Umschau, die man von diesem
Punkte hat.
Wahrscheinlich ist die Kirche auf den Resten des Castelles
selbst erbaut. Ansfelden gehört wenigstens zu den allerältesten
Orten des Landes. Es wird schon in der Zeit von 629—639
als Alpunesvelt, später Almisuelt (1071), Albinisuelth (1111),
Almsuelt (1122) genannt. 1
Auch ist es eine Fundstelle römischer Alterthümer,
deren man in den umliegenden Feldern findet. 2 Im Jahre 1787
grub man einen Sarg aus Tuffstein aus, 5 Fuss lang, l'/ 2 Fuss
breit; auf der Brust des Skelettes lag ein goldener Ring
von später Arbeit, zu seinen Füssen ein Thränenfläschchen
aus Glas. 3
Ferner trifft die Meilenzahl XIIII der Tabula wie gesagt
mit dem Abstande zwischen Wels und Ansfelden
überein.
Endlich bestand an letzterem Punkte thatsächlich noch
im hohen Mittelalter ein Traunübergang. Dieser wird in
der Urkunde vom Jahre 1071 genannt, welche die Wiederherstellung
des Stiftes St. Florian betrifft. 1 Sie nennt unter
den Gütern, mit denen dasselbe ausgestattet wurde, unter
andern: —■ — Ad Almisuelt uillam totam cum omnibus. ad
eam pertinentibus, transitu scilicet fluminis trvne et piscationibus
pratis pascuis siluis 5 u. ff. Der Ertrag kann nicht
1 Urlomdenbueli des Landes ob der Enns I, 438, II, 95, 140, 143, 146, 152.
2 Piliwein, Traunkreis, S. 241.
3 Fr. Kurz, Beiträge III, p. XVII. — Piliwein, Beschreibung von Linz, S. 45.
4 Urkundenbuch des Landes ob der Enns II, 95, nr. LXXV. Bestätigung
vom Jahre 1111 ebenda, II, 143.
5 Gegen den etwaigen Einwurf, der transitus fluminis trvne sei bei Ebelsberg
zu suchen, — ein Einwurf der insoferne begründet erscheinen könnte,
als Ebelsberg passauisches Gut war und die Wiederherstellung des Stiftes
St. Florian von Passau ausging, — muss ich von vorneherein bemerken,
dass dieselbe Urkunde als Dotation auch einen halben mansus in Ebelsberg
aufführt. Dieser Ort kommt also in derselben Urkunde vor, der
Traunübergang wird aber nicht bei ihm, sondern ausdrücklich bei Ansfelden
genannt. Der Uebergang bei Ebelsberg blieb passauisch und