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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

Die  Römerorte  zwischen  der  Traun  und  dem  Inn.

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jenseitige  Ebene.  Der  Thurm  der  Kirche  ist  von  allen
Punkten  der  letztem,  selbst  noch  von  den  Höhen  um  Linz
sichtbar,  ein  Zeichen  der  weiten  Umschau,  die  man  von  diesem
Punkte  hat.
Wahrscheinlich  ist  die  Kirche  auf  den  Resten  des  Castelles
selbst  erbaut.  Ansfelden  gehört  wenigstens  zu  den  allerältesten
Orten  des  Landes.  Es  wird  schon  in  der  Zeit  von  629—639
als  Alpunesvelt,  später  Almisuelt  (1071),  Albinisuelth  (1111),
Almsuelt  (1122)  genannt. 1
Auch  ist  es  eine  Fundstelle  römischer  Alterthümer,
deren  man  in  den  umliegenden  Feldern  findet. 2  Im  Jahre  1787
grub  man  einen  Sarg  aus  Tuffstein  aus,  5  Fuss  lang,  l'/ 2  Fuss
breit;  auf  der  Brust  des  Skelettes  lag  ein  goldener  Ring
von  später  Arbeit,  zu  seinen  Füssen  ein  Thränenfläschchen
aus  Glas. 3
Ferner  trifft  die  Meilenzahl  XIIII  der  Tabula  wie  gesagt ­
  mit  dem  Abstande  zwischen  Wels  und  Ansfelden
überein.
Endlich  bestand  an  letzterem  Punkte  thatsächlich  noch
im  hohen  Mittelalter  ein  Traunübergang.  Dieser  wird  in
der  Urkunde  vom  Jahre  1071  genannt,  welche  die  Wiederherstellung ­
  des  Stiftes  St.  Florian  betrifft. 1  Sie  nennt  unter
den  Gütern,  mit  denen  dasselbe  ausgestattet  wurde,  unter
andern:  —■  —  Ad  Almisuelt  uillam  totam  cum  omnibus.  ad
eam  pertinentibus,  transitu  scilicet  fluminis  trvne  et  piscationibus
  pratis  pascuis  siluis 5  u.  ff.  Der  Ertrag  kann  nicht

1  Urlomdenbueli  des  Landes  ob  der  Enns  I,  438,  II,  95,  140,  143,  146,  152.
2  Piliwein,  Traunkreis,  S.  241.
3  Fr.  Kurz,  Beiträge  III,  p.  XVII.  —  Piliwein,  Beschreibung  von  Linz,  S.  45.
4  Urkundenbuch  des  Landes  ob  der  Enns  II,  95,  nr.  LXXV.  Bestätigung
vom  Jahre  1111  ebenda,  II,  143.
5  Gegen  den  etwaigen  Einwurf,  der  transitus  fluminis  trvne  sei  bei  Ebelsberg ­
  zu  suchen,  —  ein  Einwurf  der  insoferne  begründet  erscheinen  könnte,
als  Ebelsberg  passauisches  Gut  war  und  die  Wiederherstellung  des  Stiftes
St.  Florian  von  Passau  ausging,  —  muss  ich  von  vorneherein  bemerken,
dass  dieselbe  Urkunde  als  Dotation  auch  einen  halben  mansus  in  Ebelsberg ­
  aufführt.  Dieser  Ort  kommt  also  in  derselben  Urkunde  vor,  der
Traunübergang  wird  aber  nicht  bei  ihm,  sondern  ausdrücklich  bei  Ansfelden ­
  genannt.  Der  Uebergang  bei  Ebelsberg  blieb  passauisch  und
            
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