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Hofier.
übrigen Orden mussten sieh dem gegebenen Impulse gleichfalls
fügen und so trat, während in Aragon zwar K. Ferdinand
sehr für die Inquisition einstand, aber die Vergebung der Bisthümer
nach seinen Neigungen und nicht nach höheren Bedürfnissen
in seine Hand nahm, in Castilien ein wohlthätiger
Umschwung der Dinge ein. Die Bedeutung des ausgezeichneten
Mannes nahm aber zu, als die Katastrophe des castilianischen
Königshauses eintrat, erst Don Affonso von Portugal,
Gemahl der Infantin Isabella starb, dann Don Juan, der Erbe
von Castilien und Aragon, dann seine Witwe Margaretha zu
früh niederkam, die Infantin Isabella nach der Geburt ihres
Sohnes starb, letzterer Erbe von den drei Reichen Portugal,
Castilien und Aragon seiner Mutter bald in das Grab nachfolgte,
1502 der Prinz von Wales, Gemahl der jüngsten Infantin
Katharina, 1504 die Königin Isabella, deren Tochter
Juana bereits deutliche Spuren von Wahnsinn zeigte, endlich
am 24. September 1506 der Gemahl Juana’s, König Philipp,
Erzherzog von Oesterreich, K. Ferdinand aber zur zweiten
Heirath schritt (1506) und die Gefahr der Trennung Aragons
von Castilien wie ein unheimliches Gespenst sich anmeldete.
Bei jeder Krise des castilianischen Königthums trat aber der
Primas rettend, schützend, helfend ein und erwarb sich dadurch
den hohen Ruhm, Erhalter und Wahrer des Königthums zu
sein, ob nun die Gefahr von den Granden drohte, die die
Zeiten K. Heinrichs IV. wiederzubringen sich bemühten, als sie
Alles waren und der König ihr Spielball, oder aus der Entzweiung
K. Philipps mit seinem Schwiegervater, oder aus dem
Wahnsinne der unglücklichen Königin Juana. Während der
Spanier Borgia (Alexander VI.) der christlichen Welt nur
Aergerniss gab, Julius II. Bündnisse schliessend und Bündnisse
lösend nur an die Befreiung Italiens von den Franzosen,
Spaniern und Deutschen dachte, selbst aber der Stiefvater der
Christenheit wurde, gab Jimines den kriegerischen Päpsten
und den Fürsten, die ihnen folgten, das leuchtende Beispiel,
an der Befreiung Afrikas vom Joche des Islam zu arbeiten
und nahm er die Eroberung Nordafrikas wieder auf, welche
als die Fortsetzung des Krieges um Granada angesehen werden
musste und die von K. Ferdinand in unheilvoller Stunde um
des italienischen Krieges willen aufgegeben worden war. Als