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H öfler.
die eine, zehnte, am 4. Mai 1515, die eilfte am 19. December
1516, die zwölfte und letzte am 16. März 1517, worauf sie
im verhängnissvollsten Jahre der deutschen Geschichte und
der Kirche überhaupt am 17. März 1517 geschlossen wurde.
Es war ganz natürlich, dass die deutsche Nation anfänglich
keinen Antheil an dem Concil nahm, da Papst Julius II.
sich in ein feindliches Verhältniss zu K. Maximilian gesetzt
hatte, dieser wiederholt in Schriften klagte, dass der Papst
sich Städte und Herrschaften Italiens bemächtige, die dem
heiligen römischen Reiche gehörten. So lange ferner Maximilian
mit K. Ludwig verbunden war, dieser als Herzog von
Mailand wenn auch nicht als König von Frankreich Maximilians
Romfahrt zu unterstützen sich bereit erklärte, endlich
der Kaiser selbst Papst zu werden hoffte, das Concil aber seine
Sitzungen in grossen Pausen hielt und von einem Jahre sich
zum andern schleppte, war eine besondere Betheiligung der
deutschen Nation wieder nicht zu erwarten. Die letztere, in
ihren unseligen inneren Streitigkeiten befangen, bereits von
Bauernaufständen beunruhigt und einer Massenerhebung, wie
allgemein besorgt ward, entgegensehend, jetzt auch noch, was
die hervorragenden Geister betraf, durch den Streit der Humanisten
und Scholastiker nach einer ganz anderen Seite hin
aufgeregt, hatte längst den Sinn für allgemeine Interessen verloren.
Man kann sagen, so viel auch von deutscher Ehre und
Würde deutscher Nation in jenen Tagen geschwätzt und geschrieben
wurde, es gab wohl nur einen einzigen Mann, der
es ernst und redlich mit dem deutschen Reiche meinte und
das war der erwählte römische Kaiser, der Rufer in der Wüste,
wenn es sich wirklich darum handelte, für das Reich, dessen
Ehre, Wohlfahrt und Erhaltung gegen das Ausland einzutreten
und nötigenfalls selbst auch das Leben nicht zu schonen.
Seit er sich für das Concil erklärte, nahm allmälig auch die
Betheiligung der Fürsten daran zu. Allmälig drang der Sinn
auch tiefer und es ist eine wenig bekannte Thatsache, dass,
als der Propst von Leitzkau zum Concil sich begab, er von
dem Augustinermönche Dr. Martin Luther zu Wittenberg sich
eine Rede erbat, die ihm dieser auch ausarbeitete. Sie enthielt
eine Aufforderung an das Concil, dafür zu sorgen, dass
dem Volke die rechte Predigt zu Theil und den Lüsten und