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Hö fler.
an seine Person zu knüpfen. Die spanischen und jetzt selbst die
französischen Cardinäle waren nach Qurita entschlossen, keinen
Franzosen als Nachfolger Papst Julius’ II. zu wählen. K. Ferdinand
schien das Project Maximilians zu begünstigen und es
lag auch insoferne in seinem Interesse, als durch eine Wahl
Maximilians der Ausschluss der Franzosen vom Papstthume
sicher stattfand. Aber auch K. Ludwig war oder schien doch
dafür zu sein (Anfang October 1511), weil er dadurch den
Kaiser von dem Beitritte zur heiligsten Liga des Papstes, des
Königs von Aragon und der Republik Venedig abzuziehen
hoffte. — Die Sache war so weit eingefädelt, dass das Concil
von Pisa die Absetzung des Papstes aussprechen und wenn
Maximilian wollte, zur Wahl eines neuen Papstes schreiten
sollte. Wolle er selbst gewählt werden, so solle dies geschehen.
Sanseverino war es, welcher die Unterhandlungen führte, —
Maximilian sollte König der Römer bleiben, den kaiserlichen
Titel führen, Papst werden und so eine Einigung von Papstthum
und Kaiserthum erfolgen, die zwar aller Geschichte
widersprach, aber, was die landesfürstliche Macht betraf, in
nächster Zeit zum Unglück der Welt fast allgemein wurde.
Ob das Concil zu Pisa, welches bereits den Boden unter sich
glühen fühlte, wirklich so weit gegangen wäre, bleibt immer
noch die Frage. In Mailand aber war es von dem König von
Frankreich noch abhängiger und da begreift es sich, dass
Ende 1511 K. Ludwig dem Kaiser nochmal anbot, eine Papstwahl
nach seinem Belieben treffen zu wollen. Wenn er selbst
gewählt zu werden wünsche, würde auch dieses sich bewerkstelligen
lassen und die Theilung Italiens, wobei natürlich
K. Ludwig sich nicht vergass, eingeleitet werden. Der Kaiser
konnte in einer so weittragenden Sache denn doch nicht ohne
Zustimmung des deutschen Clerus den entscheidenden Schritt
wagen. Erst 1507 hatte Maximilian auf dem Reichstage zu
Costnitz erklärt, 1 dass der König von Frankreich von des
,Babstthums und der kaiserlichen Ehren wegen der teutschen
Nation natürlicher Feind ist und ewiglich sein wird 0 — jetzt
aus den Händen der Franzosen oder ihres Anhanges das Papstthum
anzunehmen, widerstritt dem Gedanken, durch recht-*
Hofier, polit. Reformbewegimg. Urkunde S. 74.