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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

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Pfizmaier.

Der  König  sperrte  den  Fluss,  errichtete  zusammenhängende ­
  Lagerwälle,  vertheilte  ungewöhnliche  Streitkräfte  und
schnitt  den  Weg  der  Lebensmittel  ab.  Lieu-he-thä  bot  mehrmals ­
  den  Kampf  an,  doch  der  König  in  seinem  festen  Lager
rührte  sich  nicht.  Im  dritten  Monate  des  Jahres  gingen  die
Mundvorräthe  der  Räuber  zu  Ende.  Als  der  König  glaubte,
dass  die  Räuber  ganz  gewiss  zum  Kampfe  entschlossen  seien,
dämmte  er  früher  den  Fluss  (  y  -f-  )  Ming  in  dessen  oberem
Laufe  ab  und  machte  den  Angestellten  bekannt:  Wartet,  bis
die  Räuber  übersetzen,  und  durchstechet  dann  schnell  die
Dämme.  —  Lieu-he-thä  übersetzte  wirklich  an  der  Spitze  von
mehr  als  zweimal  zehntausend  Reitern  den  Fluss,  stellte  sich
in  Schlachtordnung  und  begann  mit  dem  Heere  des  Königs
einen  grossen  Kampf.  Das  Heer  der  Räuber  unterlag,  das
Wasser  kam  plötzlich  heran,  und  ihre  Menge  konnte  nicht
zurückkehren.  Die  Gegner  schlugen  über  zehntausend  Köpfe
ab.  Mehrere  Tausende  ertranken.
Lieu-he-thä,  von  Fan-yuen  und  Anderen  begleitet,  floh
mit  den  übriggebliebenen  Reitern  zu  den  Türken.  In  Schantung
  wurde  der  Friede  hergestellt,  der  König  von  Tlisin  kehrte
zurück.  Lieu-he-thä,  auf  die  Streitmacht  der  Türken  sich
stützend,  drang  wieder  ein,  plünderte  und  überfiel
Ting-tscheu.  Seine  alten  Anführer  tMf  Tsao-kiai,  Tungkhang-mai,
  *  «  Sien-thao  und  Jj|^  Sien-yii  sammelten ­
  Streitkräfte  und  setzten  sich  mit  ihm  ins  Einverständniss.
Der  Kaiser  ernannte  Mi  £  Tao-hiuen,  König  von  Hoaiyang,
  zum  allgemeinen  Leitenden  des  Nordens  des  Flusses  und
hiess  ihn  mit  Jjr  Sse-wan-pao,  Fürsten  des  Reiches
Jfjt  Yuen,  über  die  Räuber  Strafe  verhängen.  Sie  kämpften
in  jF||[  Hia-pö  und  wurden  vollständig  geschlagen.  Taohiuen
  fand  den  Tod  in  den  Schlachtreihen.  Sse-wan-pao  entkam ­
  mit  den  leichten  Reitern.  Hierauf  fiel  der  Norden  des
Flusses  wieder  ab  und  wandte  sich  zu  den  Räubern.  Lieu-hethä
  hatte  seine  Hauptstadt  noch  immer  in  Ming-tscheu.  Im
neunten  Monate  des  Jahres  durchstreifte  er  ^  ^>J>|  Ying-tscheu
und  tödtete  den  stechenden  Vermerker.  Eine  höchste  Verkündung ­
  befahl  Yuen-ke,  Könige  von  Thsi,  rasch
anzugreifen.  Derselbe  rückte  nicht  vor.  Eine  höchste  Verkün-
            
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