38
Pfizmaier.
seinem Gebiete den Landstrich Kuei. Eine höchste Verkündung
ernannte Tsch’ang-kin-schü zum Beaufsichtige!' des
Landstriches des nördlichen
Lieu-he-thä.
® [^[ Lieu-he-thä stammte aus ^ Tschang-nan
in Ji| ^|>| Pei-tscheu. Indem er den Wein liebte, Freude
am Spiele hatte, befasste er sieh nicht mit der Hervorbringung
und hatte keinen Unterhalt. Sein Vater und sein älterer
Bruder waren darüber bekümmert und gekränkt. Sie waren
befreundet. Wenn
ihnen dieser etwas für ihre Ausgaben schickte, war dasjenige,
das Lieu - he - thä erhielt, sofort zu Ende. Auch Teu - kien - te
rechnete ihn für nichts.
Gegen das Ende der Sui (617 n. Chr.) entzog er sich dem
Befehle durch die Flucht, schloss sich an (5^ + 10 ^ M
Hö-hiao-te und wurde ein Räuber. Später diente er ^
Li-mi als aushelfender Anführer. Nach der Niederlage Li-mi’s
wurde er von 3E Hk % Wang - schi - tschung gefangen
genommen. Dieser machte ihn, in Rücksicht auf dessen
Kriegsmuth und Stärke, zum aushelfenden allgemeinen Leitenden
des Kriegsheeres der Pferde und liess ihn Sinhiang
niederhalten.
Um diese Zeit wurde der Anführer [{£ ßjfj Li-schi-tsI
durch Teu-kien-te zu Falle gebracht. 1 Teu-kien-te hiess ihn
Sin-hiang angreifen. Li-schi-tsi nahm Lieu-he-thä gefangen
und machte ihn Teu-kien-te zum Geschenke. Dieser verwendete
Lieu-he-thä, ernannte ihn zum Anführer und verlieh ihm
das Lehen eines Fürsten der Landschaft Han-tung.
Lieu-he-thä zog mit den Räubern umher. Stark und
kriegsmuthig, gebrauchte er auf seinen Zügen häufig List.
Wenn Teu-kien-te eine Gegend zu durchstreifen hatte, überliess
er ihm gewöhnlich die Ausspähung. Lieu-he-thä drang
1 Er wurde von Teu-kien-te gefangen, wieder freigelassen und mit der
Bewachung einer Feste betraut.