Zur Geschichte der Gründung des Hauses Thang.
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Um diese Zeit wurden die Räuberscharen nach der Reihe
zur Ordnung' gebracht. Kao-khai-tao wollte sich unterwerfen,
argwöhnte jedoch, war unschlüssig und fürchtete, schuldig befunden
zu werden. Er verliess sich noch immer auf die Türken
und war beruhigt. Indessen gab es unter seinen Anführern
und Kriegsmännern viele Menschen aus Schan-tung. Dieselben
sehnten sich nach der Heimkehr, und die Menge war des
Aufruhrs in immer grösserem Maasse müde.
Kao-khai-tao hatte mehrere hundert starke Kriegsmänner
zu sich berufen, damit sie Pfleglinge unter dem kleinen Thore
der Leibwache seien. Als (jJH Tseh’ang - kiün - li, ein
Anführer Lieu-he-thä’s entfloh und sich Kao-khai-tao zuwendete,
gab dieser Befehl, dass er sich mit dem geliebten Anführer
SU jfk Tsch’ang-kin-schü in die Aufsicht über sie theile.
Tsch’ang-kin-sehü gebot heimlich einigen Leuten der Umgebung,
verstellter Weise mit den Pfleglingen zu spielen. Als
es Abend wurde, trat er unter das kleine Thor und löste die
Sehnen von den Bogen. Ferner nahm er die Schwerter und
Lanzen und legte sie in Haufen unter die Betten. Als es
dunkel war, griff er mit seinen Genossen die Pfleglinge lärmend
an. Einige fassten die Schwerter und Lanzen in die Arme
und traten bei dem kleinen Thore heraus. Die gerechten
Männer wollten sich hinzudrängen und kämpfen, hatten aber
keine Bogen und Lanzen. Tseh’ang - kiün - li zündete, in der
äusseren Feste ein Feuer an und setzte sich ins Einverständuiss.
Unter den Zelten war grosse Aufregung, die Pfleglinge
wetteiferten, sich Tsch’ang-kin-schü zuzuwenden.
Kao-khai-tao sah, dass er nicht entkommen könne. Er
kleidete sich in den Panzer, zog die Klinge, nahm in der
Halle Platz und trank mit seiner Gattin, mit den Nebenfrauen
und den bei Musiktönen tanzenden Tänzerinnen Wein. Tsch’angkin-schü
getraute sich nicht, vorzutreten. Als es tagen wollte,
erwürgte Kao-khai-tao zuerst seine Gattin, die Nebenfraueu und
die Kinder, dann tödtete er sich selbst. Tsch’ang-kin-schü stellte
die Krieger in Reihen, Hess die Pfleglinge gefangen nehmen
und sie alle enthaupten. Ingleichen tödtete er Tsch’ang-kiünTi
und unterwarf sich.
Seit Kao-khai-tao zu den Waffen gegriffen, waren acht
Jahre verflossen, als er vernichtet wurde. Man bildete aus