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H Ö f 1 er.
Die Königin Katharina wurde vorzüglich durch castilianische
Waffen aus Navarra vertrieben, Ferdinand übergab sodann
Navarra dem Königreich Castilien 1515 1 und nach seinem
Tode (1516) leistete die lebenslustige Witwe, der Don Carlos,
König von Aragon und Castilien an dem Markgrafen Johann
'von Brandenburg einen neuen Gemahl verschaffte, zu Gunsten
des Enkels Kaiser Maximilians und König Ferdinands Verzicht
auf ihre Rechte, auf das Königreich Navarra.
Zu den Dynastien, die langsam ausgeisterten, ihre Völker
mit in den Auflösungsprocess hineinzogen und eine neue Zeit
vorbereiten halfen, gehörte auch das Haus Anjou in Neapel-Ungarn.
Das Unglück w r ar hier mitten im Glücke eingetreten,
als für den Verlust von Trinakria (Sicilien) das Königreich
Ungarn für Karl Marteil, den Erstgeborenen lv. Karls II. 1290 erworben
wurde, dieser aber vierundzwanzigjährig 1296 starb und
sein Mannsstamm sich nur bis 1382 erhielt; im Königreiche Neapel
aber Robert, der dritte König aus dem Hause Anjou und dritte
Sohn K. Karls II., seinen ältesten Sohn, den Herzog Karl von
Calabrien schon 1328 verlor, sein Enkel, der Knabe Karl, nur
acht Tage lebte 2 und nun nach dem Tode ihres Grossvaters
die Prinzessin Johanna (I.), Roberts älteste Enkelin 1343
Königin wurde. Zwischen die beiden Linien Anjou-Ungarn
und die zahlreichen Dynastien gestellt, welche aus den Abkömmlingen
Karls II. in Tarent und Durazzo sich gebildet
hatten, vermählte sich Johanna mit ihrem Vetter Andreas von
Ungarn, Karl Roberts, Königs von Ungarn zweitem Sohne, —
dieser wurde aber 18. September 1345 meuchlings in Aversa
ermordet, am 24. Jänner 1348 Karl Herzog von Durazzo aut
Befehl lv. Ludwigs von Ungarn an derselben Stelle hingerichtet, 3
w’o Andreas erdrosselt worden war, Robert Prinz von Tarent,
sein Bruder Philipp, die Brüder Karls, Ludwig und Robert 1
(Söhne des Fürsten Johann von Achaza und Durazzo) nach
Ungarn gebracht. Nicht minder der nachgeborene Sohn des
1 Qurita liist. X. c. 92.
2 Der Herzog von Calabrien hatte drei Töchter, eine Johanna, zwei Marien.
Vergaria monete del regno di Napoli. 1715. h.
3 Villani XII, c. 41.
1 1. c. XII, c. 112.