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Höfler.
hielt, bewirkten, dass diese massenhaft sieh taufen liessen 1 und
ebenso nahm eine sehr bedeutende Anzahl von Moslim das
Christenthum an. Es war dringend nothwendig, dass in dieser
Beziehung ein Umschlag eintrete. Im Anfänge des vierzehnten
Jahrhunderts, also zur Zeit Papst Clemens V., war in dem
maurischen Königreich Granada, das mit seinen festen Burgen,
blühenden Abhängen, der herrlich bebauten Vega, der gewaltig
befestigten Stadt wie eine Insel im christlichen Spanien
hervorragte, das Bevölkei’ungsverhältniss in der Art, dass man
auf 200.000 Moslim nur 500 echt moslemischer Abkunft,
50.000 Renegaten (ehemalige Christen), 30.000 Christensklaven
rechnete. 2 Die Juden sahen sich als die älteren Einwohner
von Spanien an, das ihnen von Rechtswegen gehöre. Sie hatten
die Westgothen als Nichtrömer und Usurpatoren gehasst, die
Fortschritte der Moslim begünstigt, waren in Castilien von
Don Pedro unterstützt worden, die neue Dynastie hasste sie. 3
Unter Juan I. wurden 4000 Juden in Sevilla erschlagen, dann
ging das Morden nach Burgos, Valencia, Cordoba, Toledo, nach
Barcelona. Das Volk hielt die massenhaften Bekehrungen nicht
für echt, während anderseits Neubekehrte ihren Uebertritt zu
rechtfertigen, die Schwächen und Irrthümer des alten Glaubens,
den sie verlassen, aufdeckten. Namentlich schadete den Juden
in Spanien die Bekehrung eines ihrer berühmtesten Rabbis, des
Iimenes de Santa Fe, der nun in theologischen Gesprächen zu
Tortosa die zahlreichen Irrthümer und Lächerlichkeiten des
Talmud aufdeckte. Das Volk begriff nicht, warum, wenn der
gelehrteste Rabbi Christ wurde, die Uebrigen nicht seinem Beispiele
nachfolgten. Die Lage der Juden, früher vielfach begünstigt,
änderte sich zusehends. Benedict XIII. verbot ihnen
in Valencia gewisse Gewerbe; in Castilien entzog ihnen das
1 Man rechnete, Vineenz habe 25.000 Juden, 8000 Mauren bekehrt.
2 (Jurita anales. IV, p. 315. Nach einem Berichte an das Concil von
Vienne 1311.
3 Schon Alvarus Pelagius klagt darüber, dass die spanischen Könige den
Juden Aemter über die Christen verliehen und sagt von ihnen: quorum
(regum) corporum et rerum Judai fallacissimi sunt, — quorum perfidia
semper Christum et ehristianos persequitur maxime in occulto. II. 30.
Alvarus vermerkt es aber den Königen sehr übel, quia puniunt etiam
haereticos etiam si personae sint ecclesiasticae. f. 72.