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Solm des Königs Don Pedro I., das Königthum erlangte und eine
neue Dynastie gründete, Portugals Unabhängigkeit von Castilien,
auch siegreich erkämpfte und durch die Eroberung Ceuta’s
den Grund zu den grossen Territorial- und maritimen Erwerbungen
der Portugiesen in Afrika legte, einen Gegen halt in
Portugal-Algarve, von wo aus an der Vereinigung der ganzen
iberischen Halbinsel unter Einem Scepter gearbeitet wurde.
Und als nun die catalanische Königsdynastie Aragons, nachdem
sie noch das trinakrische Erbe der aragonesischen Dynastie
Don Fadrigue’s 1409 an sich gezogen, 1410 ausstarb, erlangte
der bedeutendste Fürst aus dem Stamme Heinrichs von Trastamare,
Don Fernando, der Eroberer von Antiquera (südwestlich
von Granada), den Thron von Aragon, welchen sein Geschlecht
unter seinen Söhnen Don Alfonso V. und Don Juan II. und
des letzteren zweiten Sohn Don Fernando (el catolico) bis 1516
behauptete. — Alfonso V. der Eroberer von Neapel gründete
dann, indem er das Königreich Sicilien von Aragon trennte und
seinem natürlichen Sohne Don Fernando übergab, eine neue
Bastarddynastie, welche erst Don Fernando der Gemahl der
Donna Isabella von Castilien beseitigte, der, als der Mannsstamm
Heinrichs von Trastamare 1474 in Castilien ausgestorben
war, nach dem Tode seines Vaters K. Juan der einzige männliche
Sprosse aus dem Bastardgeschlechte Heinrichs von Trastamare
war, in Castilien wie in Aragon.
Als im französischen Königreiche unter Karl VI. der
Streit des Herzogs Ludwig von Orleans mit dem Herzoge Johann
von Burgund ausbrach, ersterer von diesem meuchlings
ermordet wurde, 1407, dann letzterer gleichfalls durch Meuchelmord
fiel, unter dem Streite der königlichen Linien Heinrich V.
von England Herr von Frankreich wurde, standen Zustände
dieser Art nicht vereinzelt da. Das Mittelalter schien sich in chaotische
Zustände auf lösen zu wollen, als das Papstschisma des
Jahres 1378 sich auch in der zweiten Generation fortsetzte und
der römische König Wenzel den Römerzug vernachlässigte, der
ihn in den Besitz der Kaiserkrone setzen musste, aber dann auch
ihm die Pflicht auferlegte, für dieEinheit des Papstthums — noch
nicht der Kirche, um die es sich ein Jahrhundert später handelte,
zu sorgen. Allein so lange Zeit war durch das romanische Papstthum
an der Schwächung und Verkleinerung des Kaiser-