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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

Zur  Geschichte  der  Gründung  des  Hauses  Tliang.

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Lieu-wu-tscheu.

m  ä  m  Lieu-wu-tscheu  stammte  aus  Kingtsch’ing
  in  ^  Ying-tscheu.  Sein  Vater  |äE  Kuang  übersiedelte ­
  nach  Jj|  ^  Ma-yi.  Seine  Mutter  von  dem  Geschlechte
jfy'j  Tschao  sass  einst  in  der  Nacht  in  dem  Vorhofe  und  sah
etwas  gleich  einem  Hasen,  das  mit  Licht  die  Erde  erhellte.
Es  flog  und  warf  sich  in  ihren  Schoss.  Als  sie  aufstand  und
die  Kleider  schüttelte,  war  nichts  vorhanden.  Sie  gebar  hierauf
Lieu-wu-tscheu.  Derselbe  war  ein  kühner  und  beherzter  Mann,
ein  guter  Reiter  und  Schütze.  Es  war  seine  Freude,  mit  gewaltigen ­
  und  ausgezeichneten  Männern  in  Verbindung  zu  treten.

Sein  älterer  Bruder  lil  lö  Schan-pe  schmähte  und  beschimpfte ­
  ihn  einst,  indem  er  sagte:  Du  wählest  nicht  deine
Verbindungen.  Du  vernichtest  gewiss  unser  Stammhaus.  —
Lieu-wu-tscheu  entfernte  sich  desshalb  und  kam  nach  Lö.
Er  wurde  ein  Mann  unter  dem  Zelte  des  grossen  Hausdieners
"Hl  fH  15.  Yang-I-tschin.  Aufgefordert,  an  dem  Eroberungszuge ­
  nach  Liao  theilzunelimen,  erwarb  er  sich  Verein ­
  aushelfender,  das  Abschnittsrohr  auf-Er
  kehrte  nach  Ma-yi  zurück  und  wurde
ein  Hiao-wei  des  Sammelhauses  des  Auffliegens  des  Falken.
Der  Statthalter  ^  Wang-jin-kung,  der  ihm  als  einen
Muthigen  der  Wohnorte  des  Landstrichs  ziemlich  geneigt  war,
holte  ihn  ab  und  hiess  ihn  unter  dem  kleinen  Thore  j|[  Tsch’I’s,
Lehensfürsten  von  fif^  Yü,  die  Leitung  übernehmen.

dienste  und  wurde
stellender  Hiao-wei.

Nach  längerer  Zeit  Hess  er  einen  jungen  Aufwärter  Wangjin-kung’s
  entlaufen  und  fürchtete,  bei  der  Entdeckung  hingerichtet ­
  zu  werden.  Ferner  sah  er,  dass  die  Welt  bereits  in
Unordnung  war  und  hatte  im  Geheimen  ungewöhnliche  Entwürfe. ­
  Er  sagte  daher  überall  zu  der  Menge:  In  diesem  Jahre
ist  Hungersnoth.  Die  Gebeine  der  Todten  machen  sich  gegenseitig ­
  zu  Polstern  in  der  Wildniss.  Der  Gebieter  des  Sammelhauses ­
  verschliesst  die  Scheunen,  er  erbarmt  sich  nicht.  Wie
sollte  er  sich  über  die  hundert  Geschlechter  betrüben  ?  Seine
Absicht  ist,  dadurch  dem  Zornesnmth  seines  Kriegsheeres  zu
entlaufen.  —  Alle  waren  entrüstet  und  grollten.
            
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